Strompreiserhöhung

Die Leipziger zahlen im bundesweiten Vergleich viel mehr für Strom, Wasser, Gewerbesteuer und andere Abgaben.

Nun müssen sich etwa 90.000 Stromkunden der Stadtwerke Leipzig darauf einstellen, ab Februar weitere Belastungen in Kauf nehmen zu müssen. Die Energiepreiserhöhungen betreffen insbesondere das Lebensmittelhandwerk sowie die Kraftfahrzeuggewerke, aber auch alle anderen am Standort produzierende Gewerbe.

Eine Kostenweitergabe lässt der Wettbewerb oftmals nicht zu. Die Nachfrage an handwerklichen Produkten und Dienstleistungen lässt nach, da auch die privaten Haushalte mit den erhöhten Energieausgaben belastet sind und dadurch ihren Konsum einschränken müssen.

Die Betriebe sind damit doppelt betroffen. „Wir sehen die Ankündigungen der Stadtwerke, die Preise zu erhöhen, nicht nur mit Unverständnis, sondern mit Entsetzen. Für Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen, ist das ebenso das falsche Signal, wie für die bestehenden Betriebe, die Sicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen gerade in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen. Nicht mit Krediten kann man die Wirtschaft an den Standort Leipzig binden, sondern mit niedrigen Preisen für Energie- und Wasser, niedrigen Gewerbesteuern und Verlässlichkeit in der Politik in Leipzig ist von alle dem derzeit nicht viel zu spüren“, so Handwerkskammerpräsident Joachim Dirschka.