Studenten protestieren gegen neue Öffnungszeiten der Uni-Bibliothek

Es werden Stellen gestrichen und Fördermittel gekürzt – die Leipziger Studenten sind schon seit Monaten von den geforderten Sparplänen genervt. Nun geht es der altehrwürdigen Bibliothek an den Kragen. Hier soll ein wichtiges Angebot eingestellt werden. +++

Bereits im kommenden Wintersemester soll es keinen 24-Stunden-Betrieb mehr geben. Bisher wurde dieses Angebot von den Studenten gerne und oft in Anspruch genommen. Allerdings schreiben die Uni- und Campus-Bibliothek seit dem vergangenen Jahr rote Zahlen in Höhe von 60.000 Euro.

Grund dafür sind die gestiegenen Kosten, z.B. für den Wachschutz. Durch die nun geplanten Änderungen in den Öffnungszeiten sollen Gelder eingespart werden. So soll die UBL ab dem kommenden Semester werktags von 9 – 18 Uhr und am Samstag von 9 – 14 Uhr geöffnet. Am Sonntag bleiben die Tore der Albertina zu.

Der StudentInnenrat hatte sich bereits letzte Woche gegen diese Pläne ausgesprochen: „Lesen bildet – in Leipzig bald nicht mehr! Erst kürzt man uns das Studium, dann die Profs, das Geld fürs Studentenwerk und jetzt auch noch die Bibliothekszeiten. Da fragt man sich doch, wie sich die Landesregierung ein zukünftiges Studium vorstellt“, so Adelheid Noack, Referentin für Hochschulpolitik im StuRa gegenüber der Leipziger Internetzeitung.

„Die Schließung der 24-Stunden-Bibliothek bedeutet einen erheblichen Einschnitt in die grundsätzliche Studienqualität an der Universität Leipzig und sorgt in einigen Fächern für erhebliche Probleme. Der StuRa der Uni Leipzig spricht sich vehement für eine Beibehaltung der aktuellen Öffnungszeiten der Campusbibliothek aus“, so Noack abschließend.