Studie: Junge Sachsen fühlen sich im Freistaat wohl

Bereits zum 10. Mal wurde die Studie “Jugend in Sachsen 2013“ erstellt. Zwei Drittel der Jugendlichen fühlen sich in Sachsen wohl. Das ist der höchste Wert seit 1993. Zugenommen hat bei den Jugendlichen auch der Wunsch eine eigene Familie zu gründen. +++

Bereits zum zehnten Mal wurden im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz junge Menschen im Alter von 15 bis 26 Jahren in Sachsen zu ihrer Lebenssituation, ihren Einstellungen und Wünschen befragt. Die Ergebnisse der 1.008 Befragten wurden in der repräsentativen Studie »Jugend in Sachsen 2013« zusammengefasst.

»Ich freue mich ganz besonders über das Ergebnis, dass sich zwei Drittel der Jugendlichen in Sachsen wohlfühlen. Das ist seit 1993 der höchste Wert und er zeigt, dass die gute Entwicklung unseres Freistaates bei den jungen Menschen Früchte trägt«, sagte Jugendministerin Christine Clauß.

Die Studie gibt Einblicke in die Grundbefindlichkeiten der Jugendlichen, ihre Wertestruktur sowie ihre religiöse Zugehörigkeit, ihr Engagement in unterschiedlichen Bereichen und das Freizeitverhalten, die Vorstellungen über die persönliche Zukunft sowie das politische Interesse. Wie bereits seit 1995 zeigt sich in den Ergebnissen eine insgesamt positive Entwicklung der psycho-sozialen Grundbefindlichkeiten. Mit 77 Prozent fühlen sich mehr als drei Viertel der Jugendlichen individuell anerkannt.

Außerdem setzt sich die große Mehrheit der Jugendlichen aktiv mit ihrer persönlichen Zukunft auseinander. Die Orientierung auf die engere Heimat ist wieder stärker geworden, die Jugendlichen möchten in Sachsen bleiben, leben und arbeiten. Waren es 2009 noch 31 Prozent, meinten 2013 schon 40 Prozent der Jugendlichen, sie würden in 10 Jahren noch in ihrer Heimat leben.

In Bezug auf die Mobilitätsorientierung zeigt sich aber ein starkes Bildungsgefälle: nur 20 Prozent der Studenten und 22 Prozent der Gymnasiasten planen, in ihrem Heimatort zu bleiben. Der Hauptgrund wird in einer großen beruflichen und wirtschaftlichen Unsicherheit gesehen.

Im Jahr 2013 waren nur noch 40 Prozent der Befragten in Vereinen oder Verbänden aktiv. Mit 49 Prozent äußerte aber nahezu die Hälfte der sächsischen Jugendlichen den Wunsch, sich international sozial zu engagieren. Dieser Enthusiasmus muss auch verstärkt in der Heimat gefördert werden.

Für das eigene Leben präferieren die sächsischen Jugendlichen das »traditionelle« Familienmodell: Ehe mit Kind. Der Kinderwunsch hat im Vergleich zu 2009 deutlich zugenommen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz