Studie liefert Maßnahmen für mehr Sicherheit am Leipziger Hauptbahnhof

Leipzig - Das Umfeld des Leipziger Hauptbahnhof ist Anlaufstelle für Drogenhandel und Straßenkriminalität in Leipzig. Eine dreijährige Studie der Unis in Wuppertal und Tübingen soll nun helfen, das Umfeld sicherer zu machen.

Zwischen den Jahren 2013 und 2019 seien die Fallzahlen der Rohheitsdelikte, also Straftaten gegen die persönliche Freiheit von 144 auf 381 angestiegen. Erst Ende August wurde im Bahnhofsumfeld ein 23-jähriger Eritreer niedergestochen. Der Bürgermeister-Müller-Park und der Schwanenteich seien laut Leipziger Polizei die Kriminalitätsschwerpunkte.

Eine Studie von Wissenschaftlern der Universitäten in Wuppertal und Tübingen schlägt einen Sechs-Punkte-Plan für die Stadt vor.

© Leipzig Fernsehen

So solle ein Quartiersmanagement für Sozialarbeiter sowie eine zentrale Notfallstelle und ein Tagesaufenthalt eingerichtet werden. Eine öffentliche Toilette solle außerdem den unangenehmen Urin-Geruch verhindern. Zusätzlich solle eine serviceorientierte Fußstreife von Bezirksbeamten helfen, die Sicherheit zu erhöhen. Außerdem solle ein Gremium eingerichtet werden, was als Runder Tisch für den Hauptbahnhof fungiert und somit Austragungsort für Diskussionen ist. Die Ergebnisse der Studie wurden am Mittwoch bei der 42. Sicherheitskonferenz des Kommunalen Präventionsrates von den Wissenschaftlern vorgestellt.