Studienaussteiger haben Chancen im Handwerk

Dresden - Wo gehobelt wird – fallen Späne und das passiert bei Henri Fangmann täglich. Der 21-jährige lernt den Beruf des Zimmermanns. Auf einer Baustelle in der Dresdner Neustadt arbeitet er gerade die Holzverbindungen an der Doppelzange aus. Ursprünglich studierte der gebürtige Niedersachse an der TU Dresden Bauingenieurswesen, merkte aber schnell, dass ihm das Unidasein allein zu theoretisch ist. Also sattelte er um und wählte den Beruf des Zimmermanns. Seit zwei Jahren lernt er nun in einem Betrieb in Stolpen das Handwerk von der Pike auf.

Ein weiterer Grund, weshalb Henri Fangmann sich für das Handwerk entschieden hat ist: die verschiedenen Gewerke brauchen Nachwuchs und bieten dazu verschiedene Aufstiegschancen an. Zunächst hat der Norddeutsche aber das Nahziel im Blick. 130 Ausbildungsberufe bietet das Sächsische Handwerk – auch für Studienaussteiger, wie der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden verrät. Die Kammer bietet hier umfassende Beratung.

Die passende Ausbildung gefunden hat auch Sarah Thiemig. Die 24-jährige lernt im elterlichen Familienbetrieb das Mauererhandwerk. Ihr zuvor begonnenes Bauingenieursstudium brach die Sächsin ab - auch weil sie näher ans Geschehen wollte. Sarah Thiemig ist Maurerin im zweiten Lehrjahr. 

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Für die Zukunft formuliert die überzeugte Praktikerin bereits klare Ziele. Wer wie Sarah vielleicht auch an seinem Studium zweifelt und mit einem Einstieg ins Handwerk liebäugelt, dem hilft die Handwerkskammer Dresden nun mit einem speziellen Service: Auf ihrer Website www.hwk-dresden.de/studienausstieg beantwortet die Einrichtung sämtliche Fragen zum Wechsel vom Studium in eine Ausbildung - und lässt zum Thema Handwerk niemanden im Dunkeln.