Studium an sächsischen Universitäten und Fachhochschulen zufriedenstellend

Die sächsische Wissenschaftsministerin hat am Donnerstag die erste sächsische Absolventenstudie vorgestellt. Mehr als die Hälfte der Befragten bewerten die Studienbedingungen an sächsischen Hochschulen mit gut und sehr gut. +++

Die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer hat am Donnerstag die erste Sächsische Absolventenstudie vorgestellt. Erstmals liegen damit Daten darüber vor, wie Absolventinnen und Absolventen sächsischer Universitäten und Fachhochschulen die Studienqualität einschätzen und wie sich der Übergang vom Studium in den Beruf bzw. die weitere wissenschaftliche Qualifikation gestaltet.

Erstellt wurde die Studie vom Sächsischen Kompetenzzentrum für Bildungs- und Hochschulplanung an der TU Dresden unter Leitung von Prof. Dr. Karl Lenz und Prof. Dr. Andrä Wolter. Nach Bayern und Rheinland-Pfalz ist der Freistaat das dritte Bundesland, das auf eine eigene Absolventenstudie verweisen kann. „Insgesamt zeigt sich, dass die Absolventinnen und Absolventen mit ihrem Studium an sächsischen Universitäten und Fachhochschulen sehr zufrieden sind und zum großen Teil wieder an ihrer Hochschule studieren würden. Die Studie gibt aber auch Hinweise auf Problemfelder, wie die Abwanderung junger Akademikerinnen und Akademiker nach dem Studium“, sagte die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer. Sie kündigte an, die Studie allen Hochschulen zur gemeinsamen Auswertung zur Verfügung zu stellen.

„Die Sächsische Absolventenstudie gibt den Hochschulen ein umfangreiches Datenmaterial an die Hand, um die Qualität ihrer Angebote zu überprüfen und zu verbessern. Dies ist besonders in der Zeit großer Umbrüche an den Hochschulen im Zuge des Bologna-Prozesses von besonderer Wichtigkeit“, so Sachsens Wissenschaftsministerin am Donnerstag vor Journalisten in Dresden.

Wichtigste Ergebnisse der Studie

*Mehr als der Hälfte der Befragten bewerten die Studienbedingungen an sächsischen Hochschulen mit gut und sehr gut. Etwa drei Viertel der Befragten würde wieder an ihrer Hochschule studieren: Das ist eine hohe Studienidentifikation und Zufriedenheit mit der gewählten Hochschule.

*Hochschulen werden als erfolgreich in ihren Kernbereichen Vermittlung wissenschaftlicher Fachkompetenz und Kommunikationsfähigkeit eingeschätzt.

*Trotz bestehender Unterschiede nach Abschluss und Fächergruppe sind mehr als 80 Prozent der Absolventinnen und Absolventen innerhalb eines Jahres berufstätig, selbstständig oder befinden sich in der weiteren wissenschaftlichen Qualifikation.

*Prozent der Befragten nehmen ihr erstes Arbeitsverhältnis nach dem Hochschulabschluss in Sachsen auf.*Aufgrund beruflicher Mobilität in den ersten Jahren nach dem Hochschulabschluss erreichen ca. 58 Prozent der Akademiker eine unbefristete Vollzeitbeschäftigung.

*Nur 25 Prozent der Prüflinge haben das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen.*Nur 40 Prozent mit Bachelor-Abschluss beginnen mit einer Erwerbstätigkeit.

*Rund 48 Prozent der Hochschulabsolventen werden zuerst befristet beschäftigt und ca. ein Drittel der Absolventen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Sachsen erworben haben, wandert nach dem Studium ab.

Für die Studie wurde zwischen Oktober 2008 und Mai 2009 nach einem Zufallsverfahren jede/r zweite Absolvent bzw. Absolventin der Abschlussjahrgänge 2006 und 2007 (insgesamt 12.300 Personen von Universitäten und Fachhochschulen im Freistaat Sachsen) ausgewählt und befragt. Insgesamt haben 5.300 Kandidaten den Fragebogen beantwortet. Der Rücklauf war mit 46 Prozent sehr hoch.

Die komplette Studie finden Sie auch in unserem Internet-Angebot www.studieren.sachsen.de.

Quelle: Medienservice Sachsen
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