„Summende Leidenschaft“: Leipziger Imker im Honigrausch

Honig schmeckt immer noch am besten vom heimischen Imker. Davon gibt es in Sachsen rund 3.300, organisiert im Landesverband. Besonders in und um Leipzig ist die Imkerei ein beliebtes Hobby. +++

Noch bevor man die Bienen überhaupt sieht, hört man sie. Ein konstantes und sehr geschäftiges Summen erfüllt die Luft. Zwölf Bienenvölker sind im Garten von Bernd Opitz in Rötha bei Leipzig zuhause und schwirren unermüdlich aus. Seit mittlerweile 35 Jahren sind die Bienen die Leidenschaft des Hobbyimkers.

Ein Glas Honig verputzt Bernd Opitz pro Woche. Gut, dass seine Bienen so fleißig sind. Dutzende Kilogramm der goldgelben Delikatesse produzieren sie im Jahr. Acht der zwölf Völker hat Bernd Opitz in seinem Bienenhaus in der so genannten Hinterbehandlung. Unten ist jeweils der Brutraum mit der Königin, die bis zu 2.000 Eier pro Tag legt. Für Bienennachwuchs ist also ständig gesorgt.

Ein guter Honig wird übrigens früher oder später immer fest. Das ist ein Zeichen von Qualität. Doch nur gesunde Bienen produzieren Honig. Krankheiten wie die Amerikanische Faulbrut oder Schädlinge wie die Varroamilbe bedrohen die Bienenvölker. Hier ist vor allem der Imker gefragt, der durch vorbeugende Maßnahmen einen ausreichenden Schutz geben kann. Denn wenn die Biene verschwindet, hat das auch für den Menschen Folgen.

Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr junge Leute in Sachsen ihre Liebe zur Imkerei entdecken. Für Bernd Opitz ist es sowieso das schönste Hobby der Welt. Und wer einmal bei einem Imker zu Gast war, der will weder den Honig, noch das Summen missen.