Sunda-Gavial und Quolls im Gondwanaland eingezogen

2,90 Meter lang, fast 100 Kilogramm schwer: Das etwa 43-jährige Sunda-Gavial- Weibchen ist gestern aus Ulm eingetroffen und bewohnt nun in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland im Zoo Leipzig sein neues Gehege.

Nach dem einzigen Komodowaran Deutschlands, der in der Vorwoche eingezogen ist, ist das Krokodil der nächste prominente Einwohner der Tropenhalle, die am 1. Juli erstmals für Besucher des Zoo Leipzig öffnet. Beide Tierarten sind sowohl in Zoos als auch im Freiland nur selten zu finden und gehören damit zu den Vertretern der Tierwelt, die für Zoodirektor Dr. Jörg
Junhold in der neuen Halle das Gesamtkonzept symbolisieren.
 
„Wir möchten unseren Zoobesuchern mit dem Projekt Gondwanaland eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zeigen – und gleichzeitig für deren Bedrohung sensibilisieren.“ Mit weniger als 4.000 frei lebenden Exemplaren ist der Bestand des Komodowarans gefährdet. Der Sunda-Gavial ist mit weniger als 2.500 Tieren gar stark gefährdet.

Knapp fünf Wochen vor Eröffnung der Tropenerlebniswelt füllt sich die 16.000 m² große Halle mit Leben. Eine echte Rarität neben den bereits eingetroffenen Reptilien stellen auch die sechs Quolls dar, die aus Melbourne nach Leipzig gekommen sind. Dem Zoo Leipzig ist es als erstem Tiergarten außerhalb Australiens gelungen, die Genehmigung für die Haltung dieser Tüpfelbeutelmarder zu bekommen. Damit können die Leipziger Zoobesucher ab 1. Juli als Einzige außerhalb Australiens diese Tierart kennenlernen.

Bereits in Leipzig, aber noch nicht in Gondwanaland, leben u.a. Schabrackentapire, Servale, Ozelots, Totenkopfäffchen und das Opossum Heidi. Mit etwa 300 Tieren aus 40 verschiedenen Arten und mehr als 17.000 Pflanzen bietet die Tropenerlebniswelt im Zoo Leipzig den Zoobesuchern ab 1. Juli einen einzigartigen Einblick in das Leben des Ökosystems Regenwald.