Tabakriese expandiert in Dresden

Dresden – Philip Morris baut in Dresden ein neues Werk zur Herstellung von Tabaksticks für elektronische Zigaretten. 286 Millionen Euro investiert das Unternehmen in der Landeshauptstadt. In der F6-Cigarettenfabrik in Dresden-Striesen hat der Tabakkonzern am Montag über die Einzelheiten zum neuen Standort informiert.

Der Tabakwarenhersteller baut seine Präsenz in Dresden aus. Wie Geschäftsführerin Stacey Kennedy am Montagnachmittag bekanntgab, investiert der Tabakriese rund 320 Millionen US-Dollar in ein neues Hightech-Werk in der sächsischen Landeshauptstadt. Dort sollen ab 2019 Tabaksticks für den Tabakerhitzer IQOS produziert werden. „Wir haben viele, vor allem wirtschaftliche Faktoren untersucht. Doch entscheidend war die Belegschaft in Dresden. Unsere Mitarbeiter hier sind besonders engagiert. Zudem sind sie gut ausgebildet und kompetent. Deshalb glauben wir, dass auch das neue Werk in Dresden ein Erfolg wird“, sagte Stacey Kennedy, die Vorsitzende Geschäftsführerin. Der Baustart für die 80.000 m² große Anlage ist für Ende 2017 geplant. Der Tabakriese schafft durch die Investition rund 500 neue Arbeitsplätze in Dresden.

Obwohl staatliche Anti-Rauchkampagnen auf die Folgen von Tabakkonsum aufmerksam machen und die Zahl der Raucher in Deutschland zurückgeht, klingeln die Kassen der Tabakbranche. Durch den neuartigen Tabakerhitzer will der Konzern, laut Stacey Kennedy, die Nachfrage nach Alternativen zu den herkömmlichen Zigaretten erfüllen: „IQOS ist weder eine Zigarette, noch eine E-Zigarette. Es ist ein komplett neuartiges Produkt, das wir eingeführt haben. Der Unterschied ist, das es den Tabak von Innen heraus erhitzt. So entstehen weder Rauch noch Feuer oder Asche. Wir haben in den letzten zehn Jahren mehr als drei Milliarden Dollar in die Entwicklung und Erforschung gesteckt. Unsere bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass der IQOS in Verbindung mit den Tabaksticks höchstwahrscheinlich weniger gesundheitsschädlich ist als herkömmliche Produkte.“

Das neue Werk wird im Airportpark im Norden Dresdens errichtet. Die 300 Mitarbeiter am bisherigen Standort in Striesen produzieren auch weiterhin herkömmliche Zigaretten.