„Tag der Winterdienstbereitschaft“ in Leipzig

Die Messestadt ist für die kalte Jahreszeit gut gerüstet. Davon überzeugte sich am Montag Sachsens Staatsminister Sven Morlok in der Autobahnmeisterei Leipzig. Generell bescheinigte Morlok den sächsischen Winterdienst eine volle Einsatzfähigkeit. +++

543,5 Kilometer Autobahn sind von den sieben sächsischen Autobahnmeistereien zu betreuen. Alljährlich finden hier die „Tage der Winterdienstbereitschaft“ statt. Vom 1. November bis zum 31. März gilt der Winterdienstplan. Insgesamt werden 210 Mitarbeiter überwiegend in 8-Stunden-Schichten mit 64 Fahrzeugen rund um die Uhr im Einsatz sein, damit der Verkehr auf Sachsens Autobahnen im Winter möglichst störungsfrei rollen kann. 

Nach dem Winter 2010/11 mit einem Rekordsalzverbrauch von 46.000 Tonnen und Kosten von 8,2 Millionen Euro wurde die sächsische Salzlagerkapazität in Lagerhallen und Silos auf 16.200 Tonnen erhöht.
Darüber hinaus ist der Freistaat zusätzlich mit 8.000 Tonnen an einer 40.000-Tonnen-Reserve beteiligt, welche gemeinsam mit Nachbarländern bei Magdeburg geschaffen wird.

Die Räum- und Streuschleifen sind so eingerichtet, dass jedes Autobahnteilstück mindestens alle drei Stunden betreut wird. Gestreut wird ein Gemisch aus 70 Prozent trockenem Salz und 30 Prozent Salzsole. Damit haftet das Salz besser auf der Fahrbahn. Wie viel und wie oft gestreut wird, entscheidet jeder Meister selbst – zu unterschiedlich sind in Sachsen die Wetterverhältnisse, als dass zentrale Vorgaben gemacht werden könnten. Ein wichtiges Hilfsmittel ist das Straßenzustands- und Wetterinformationssystem SWIS.

Auf Sachsens Autobahnen verteilt gibt es 20 Glättemeldeanlagen, weitere an Bundesstraßen. Sensoren in den Fahrbahnen messen ständig die Oberflächentemperatur, die Wasser-filmhöhe und den Restsalzgehalt. Dies ist auch für den wirtschaftlichen Einsatz des Streusalzes bedeutend.

Die Autobahnmeisterei Leipzig ist für fast 73 Kilometern der A 14 und der A 38 zuständig. Dazu gehören ein Autobahndreieck, vierzehn Anschlussstellen, zwei Tank- und Rastanlagen sowie acht Parkplätze. Sieben LKW, zwei Unimog, sechs Kleintransporter und eine sogenannte Randwallfräse stehen zur Verfügung. Die Lager der Meisterei in der Nähe der Anschlussstelle Leipzig-Südost an der A 38 fassen 1.375 Tonnen Salz.