„Tannhäuser“ feiert Premiere an der Oper Leipzig

Leipzig – Mit der Inszenierung der romantischen Oper „Tannhäuser“ feiert in Leipzig erneut eine Oper von Richard Wagner Premiere. Wie in vielen späten Werken des Komponisten steht auch hier der Zwiespalt zwischen profaner und heiliger Liebe und die Erlösung durch Liebe im Mittelpunkt.

 

 

Wagner schuf seinerzeit mehrere Fassungen des Tannhäuser. Schon kurz nach der Uraufführung 1845 in Dresden nahm er erste Änderungen vor. Dieser Fassung gibt auch der musikalische Leiter Prof.Ulf Schirmer den Vorzug.

Der Minnesänger Tannhäuser ist gefangen zwischen Realität und Illusion. Der sinnlichen Genüsse des Venusberges überdrüssig, verlässt er die Göttin der Liebe. Zurück in der wahren Welt versöhnt er sich mit den Rittern, die er einst zurück ließ und will bei einem Sängerfest das Herz Elisabeths gewinnen. Doch die bürgerlichen Moralvorstellungen und das starre Korsett der Konventionen sind ihm zuwider.
Heimat und Halt findet Tannhäuser in keiner der beiden Welten. Auch die Vergebung Gottes, um die er bittet, wird ihm verwehrt und er muss zudem erfahren, dass Elisabeth für ihn in den Tod gegangen ist.

Wagners große romantische Oper feiert am Samstag Premiere. Sie wird nicht der letzte Wagner sein. Bis 2022 sollen alle Werke des Komponisten in seiner Geburtsstadt auf dem Spielplan stehen.