Tarifverhandlungen im Einzelhandel unterbrochen

Fortführung der Verhandlungen am 20. Juni. Streiks werden morgen fortgesetzt. +++

Über 500 Streikende demonstrierten vor dem Verhandlungslokal, die Streikenden kamen aus allen 3 Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Viel Bewegung gab es in den Verhandlungen auf Arbeitgeberseite
·         Bei 2 Nullmonaten eine Erhöhung von 3 % im ersten Jahr
·         Bei 2 weiteren Nullmonaten eine Erhöhung von 2 % im 2. Jahr
·         6 Wochen Urlaub für alle  

Dieses Arbeitgeberangebot stand allerdings unter dem Vorbehalt, dass Aushilfen 15 % weniger Gehalt bekommen sollen. „Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit und sollen für Aushilfen einen Gehaltsabschlag von 15 % akzeptieren. Das geht nicht!“, so ver.di-Verhandlungsführer, Jörg Lauenroth-Mago.  

„Das wir so weit gekommen sind, ist ein Ergebnis der zahlreichen Streiks in dieser und der letzten Woche. Nachdem am Donnerstag in Baden-Württemberg ein Durchbruch erzielt wurde, wäre heute auch ein Abschluss möglich gewesen, das haben die Arbeitgeber mit ihren unerfüllbaren Gegenforderungen verhindert“, so Lauenroth-Mago.  

„In den nächsten Tagen wird weiter sondiert, ich hoffe, dass wir am 20. Juni die Landung schaffen. Bis dahin wird es weitere Streiks in allen 3 Bundesländern geben. Wir werden den Druck aufrecht erhalten.“  

Ver.di hat in den unteren Einkommensgruppen eine Vorweganhebung von 65 € und eine weitere Anhebung aller Löhne und Gehälter um 4 % gefordert, die Ausbildungsvergütungen sollen um 50 € steigen. Der Einsatz von Leiharbeitnehmern soll auf Notfälle beschränkt werden und es soll gleiches Geld für gleiche Arbeit geben.  

Quelle:   ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

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