Tausende Menschen tanzen sich bei der „Tolerade“ durch Dresden

Dresden - Am heutigen Samstag zieht in der Landeshauptstadt wieder die Tolerade, ein bunter Demonstrationszug, durch die Straßen. Nach Reporterschätzungen nehmen 3500 Menschen teil.

© SF/Benedict Bartsch

Die Demo steht in diesem Jahr unter dem Motto „Never 2 Late 2 Partycipate“. Laut, bunt und divers - genau so, wie auch die Menschen in der sächsischen Landeshauptstadt. Das ist die Tolerade, Dresdens große Tanzdemonstration. Seit sie im Jahr 2015 als Gegenstück zu den Pegida-Aufmärschen ins Leben gerufen wurde, zieht sie zahlreiche Menschen auf die Straße. Mit vielen auf Umzugswägen montierten Bühnen und DJs werden dann für einen Tag die Straßen von der Altstadt bis in die Neustadt zur Partymeile mit politischem Anspruch. Offenheit, Toleranz und Solidarität sind schon seit Beginn die Kernbotschaften der in der elektronischen Musikszene Dresdens verwurzelten Parade. Auch soll auf die Anliegen der Club- und Subkulturszene aufmerksam gemacht werden. In diesem Jahr startet der Umzug um 14.00 Uhr am Bahnhof Neustadt, bevor 15.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Theaterplatz ansteht. Die Route führt dann durch die Altstadt zurück auf die andere Elbseite Richtung Alberplatz und findet im Dresdner Industriegelände ihren Abschluss. Im Herzen von Dresdens Clublandschaft steigen dann auch die beliebten Afterparties, die alle Genres elektronischer Tanzmusik abdecken. Deren Einnahmen werden für die Organisation der nächsten Tolerade verwendet, alle Überschüsse gehen wieder an soziale Projekte.

Im Liniennetz der DVB kommt es zu erheblichen Einschränkungen. Auch mit deutlichen Verkehrsbehinderungen für Autofahrer ist bis zum Abend zu rechnen.

© SF/Benedict Bartsch
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