Taxifahrten getestet: Nachts Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstöße

Bei einem aktuellen ADAC-Test von 200 Taxifahrten in zehn deutschen Städten wurden 70 Prozent der Fahrten mit der Note gut oder sehr gut bewertet. Dresden im Mittelfeld!

Knapp 13 Prozent fielen durch, 16 Prozent erhielten von den Testern ein dürftiges ausreichend . Testsieger wurde Nürnberg. Verlierer ist Frankfurt. Die beiden sächsischen Testkandidaten positionierten sich auf Rang 2 (Leipzig) sowie im sehr eng bei einander liegenden Mittelfeld (Dresden).

Leipzigs Taxifahrern bestätigten die ADAC-Tester fast ausschließlich sehr gute Ergebnisse. Gelobt wurden nicht nur fahrzeugtechnische Aspekte sowie die Einhaltung der Tarifordnung. Auch der Service der Taxifahrer wurde überwiegend positiv bewertet. Getrübt wurde das Ergebnis allerdings durch ein Mangelhaft für eine Kurzfahrt. Mit Gut bis Mangelhaft wurden die Kontrollfahrten in Dresden bewertet. Gelobt wurden bei allen Fahrten die Höflichkeit und der Service gegenüber dem Fahrgast. Auch waren die Fahrzeuge bis auf wenige Ausnahmen sauber und gepflegt.

Routenunabhängig wurde jedoch bei allen Testfahrten in der Nacht ein deutliches Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit notiert. Zwei Dresdner Taxifahrer riskierten sogar einen Rotlichtverstoß. Negativ wurde zudem eine Abweichung von der Standartroute bei der Kurzfahrt bewertet. Pro Stadt waren fünf Routen vorgegeben. Jede Strecke wurde vier Mal befahren, zweimal bei Tag und zweimal nachts. Die ADACTester waren Ende Juni, Anfang Juli jeweils außerhalb der Rushhour unterwegs. Wie der Test zeigt, steht und fällt jede Fahrt mit dem Taxifahrer. Fast jede fünfte Fahrt fiel wegen Defiziten der Fahrer durch. Minuspunkte erhielten Fahrer, wenn sie die erlaubte Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten, Umwege fuhren, bei Rot über die Ampel brausten oder in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung unterwegs waren. Mangelnde Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Deutschkenntnisse schlugen ebenso negativ zu Buche.

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