TdjW führt „Offene Zweierbeziehung“

Vielleicht haben Sie es schon gemerkt: Die Liebe verursacht Herzklopfen. Besonders stark kann das werden, wenn nicht alles so glatt läuft. Dieser höchst wichtigen Angelegenheit geht das Theater der jungen Welt derzeit auf den Grund. In dem Stück „Offene Zweierbeziehung“ bringt Intendant Jürgen Zielinski einen Klassiker auf die Bühne. Passend zum Spielzeitmotto „Herzklopfen“. Samstag Abend ist Premiere und wir waren vorab schon mal vor Ort.

Die Zweierbeziehung an sich ist – und das ist hinlänglich bekannt – schon kompliziert genug. Doch welche Ausmaße nimmt die Zweisamkeit erst an, wenn sie zur Vielsamkeit wird? Genau das versucht die Komödie „Offene Zweierbeziehung“ von Nobelpreisträger Dario Fo und seiner Frau Franca Rame zu beschreiben. Diese Komödie auf die TdjW-Bretter zu bringen, ist für Jürgen Zielinski spielzeitmottogerecht eine Herzensangelenheit. Denn er ist nicht nur ein erfahrener Intendant, sondern hat wohl auch als Mann viel erlebt.

Interview: Jürgen Zielinski, Intendant TdjW

Schauspielerin Sonja Abril Romero gibt eine zauberhafte Antonia, die mit ungehemmt leidenschaftlicher Entrüstung auf den Vorschlag ihres Mannes reagiert, eine offene Beziehung zu führen. Denn diese Offenheit ist einseitig. In ihrem Käfighaus leben die beiden mehr schlecht als recht miteinander – die vielen Fenster lassen einfach zu viele Blicke außerhalb der ehelichen Gemeinschaft zu.

Interview: Jürgen Zielinski, Intendant TdjW

Im Stück geht es drastisch zur Sache. Antonia will sich regelmäßig umbringen. Kaum erträgt sie die Affären ihres Mannes – übrigens hinreißend gespielt von Roland Klein. Und obwohl der sie zu eigenen Liebschaften ermuntert, kann sie sich das für sich selbst nicht vorstellen. Ja die Liebe.
Unter anderem doch eine recht finstere Sache, so alt wie die Menschheit selbst.

Interview: Jürgen Zielinski, Intendant TdjW

Wie der Rosenkrieg zwischen Antonia und ihrem Mann endet, zeigt das Theater der jungen Welt Leipzig ab 18. Dezember 19.30 Uhr. Doch Eines sei jetzt schon verraten: Am Ende des Stückes werden die Karten neu gemischt.