Team Zirkuläres Bauen rettet Baumaterialien

Dresden - Der Nachhaltigkeitsgedanke ist in einigen Lebensbereichen bereits angekommen. Vor allem in der Ernährung. Doch beim Thema Bau scheint das Thema noch keinen Einfluss zu haben. Dafür hat sich vor etwa einem Jahr das Projekt Zirkuläres Bauen gegründet. Es wird von der Zukunftsstadt Dresden gefördert. Das Team will ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Bau schaffen und setzt sich für die Wiederverwertung von Baumaterialien ein. In einem Workshop haben am Sonnabend Interessierte in einem Haus bei Wilsdruff Materialien zurück gebaut und damit vor der Tonne gerettet.

Ein Haus mit einer langen Geschichte. In diesem Gebäude in Taubenheim bei Wilsdruff war einst eine Verkaufsstelle untergebracht, später wurde es zu Wohnungen ausgebaut. Auch Spuren einer Bank sind hier zu finden. Jetzt steht es seit vielen Jahren leer. Eine Bio-Bäckerei will hier mal einziehen. Doch bevor es soweit ist, hat sich das Team „Zirkuläres Bauen“ der Zukunftsstadt Dresden dem Objekt angenommen und schaut, welchen Baumaterialien neues Leben eingehaucht werden kann. In einem Workshop haben Interessierte ihre Ideen umsetzen können.

Das Team des Zirkulären Bauens gibt es seit etwa einem Jahr und setzt sich für die Wiederverwertung vorhandener Baustoffe ein. Es arbeitet unter anderem mit den Architects4Future und dem Zentrum für Baukultur eng zusammen. Bis Ende des Jahres wollen Sie eine Gemeinschaft, die den Nachhaltigkeitsgedanken im Baubereich weiter vorantreibt, aufgebaut haben. Des weiteren wollen sie das Thema in Dresden weiter lokal verankern. Eine klare Vorstellung haben die Akteure auch von einer Zukunftsstadt Dresden.

Die im Workshop rückgebauten Materialien werden gereinigt, nach Möglichkeit aufbereitet und temporär eingelagert. Sie bilden die Grundlage für eine Ausstellung im Zentrum für Baukultur Sachsen. Das befindet sich im Dresdner Kulturpalast. Die Ausstellung mit den gesicherten Baumaterialien und dem Dokumentationsmaterial ist dort vom 21. Oktober bis 21. November zu sehen.