TelDaFax meldet Insolvenz an

Nach Monaten der schlechten Nachrichten rund um den Energieversorger TelDaFax ist nun am 14.06.2011 der lange befürchtete Fall der Insolvenzanmeldung eingetreten. +++

  Beruhigend ist allein, dass eine Insolvenz nicht bedeutet, dass die Kunden plötzlich im Dunklen oder Kalten sitzen. Wenn TelDaFax nach dem Insolvenzantrag keine Energie mehr liefern kann, ist der örtliche Grundversorger laut Gesetz verpflichtet, eine lückenlose Weiterversorgung in der so genannten Ersatzversorgung zu gewährleisten. 

  Der Insolvenzantrag von TelDaFax bedeutet aber nicht automatisch, dass bisher noch bestehende Verträge beendet werden. Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag ist nur dann möglich, wenn der Anbieter keine Energie mehr liefert. Solange er dies tut, bestehen Vertrag und damit auch die Verpflichtung zur Zahlung des Strompreises zunächst fort. Allerdings sollten Verbraucher, die TelDaFax eine Einzugsermächtigung erteilt haben, diese widerrufen und nur die tatsächlich verbrauchte Energiemenge an den vorläufigen Insolvenzverwalter bezahlen. 

  „Bei vielen Verbrauchern, die im Wege der Vorauskasse gezahlt haben, wird das Geld wohl verloren sein“, sagt Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Solange das eigentliche Insolvenzverfahren jedoch noch nicht eröffnet ist, sind auch die Forderungen noch nicht Teil der Insolvenzmasse und können zurückgefordert werden. „Ob eine Rückzahlung jedoch erfolgt, hängt neben dem Vorhandensein von Geld auch von der Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters ab“, so Wagner weiter. 

  Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens kann der Insolvenzverwalter entscheiden, ob die Lieferverträge weiterhin erfüllt werden. Bis dahin werden viele Verbraucher abwarten müssen, sollten die Zeit jedoch bereits nutzen, um sich nach einem neuen, solventen und serviceorientierten Energieanbieter umzusehen.

Quelle: Verbraucherzentrale Dresden

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