Telekom schließt fast jedes zweite Callcenter

Telekom-Chef Obermann hat die Bürgermeister der betroffenen Städte bereits informiert

München (ddp). Die Deutsche Telekom will nach einem «Focus»-Bericht nahezu jedes zweite deutsche Callcenter schließen. Das Nachrichtenmagazin berichtete am Sonntag, der Bonner Konzern werde am Donnerstag sein Konzept zur Zusammenfassung von Standorten bekannt geben. Telekom-Chef René Obermann habe bereits die Bürgermeister der betroffenen Städte informiert, in denen hunderte Arbeitsplätze wegfallen sollten.

Ein Telekomsprecher sagte am Sonntag zu dem Medienbericht, das Unternehmen werde kleinere Standorte in größere, wettbewerbsfähige in Deutschland überführen. «Bei der Umsetzung des neuen Konzeptes wird jedem Mitarbeiter ein gleichwertiger Arbeitsplatz angeboten», erklärte er. Zudem finde keine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland statt. Über Details solle in den nächsten Tagen informiert werden.

In Nordrhein-Westfalen werden dem Magazin zufolge von neun Callcentern nur noch fünf übrig bleiben und die Standorte Köln und Mönchengladbach geschlossen. Nach Berechnungen der Telekom ließen sich nur noch Callcenter mit 400 bis 900 Mitarbeitern wirtschaftlich betreiben.

(ddp) 

Noch immer ist unklar, ob auch die 330 Beschäftigten des Telekom-Callcenters in Chemnitz um ihren Job bangen müssen. SACHSEN FERNSEHEN wird nachberichten.

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