Temperatursturz um 25 Grad droht!

Die letzten drei Tage brachten fast überall in Deutschland wie angekündigt neue Temperaturrekorde für den Oktober.

Am eindrucksvollsten war sicherlich dabei der Hohenpeißenberg auf knapp 1000 Metern Höhe. Dort wurden am Freitag über 26 Grad gemessen und das war damit der wärmste Oktobertag seit Beginn der Messungen im Jahr 1879.

„Noch wärmer war es am Freitag in den Alpentälern. Dank Föhn wurden dort stellenweise fast 30 Grad gemessen. Das sollte man sich in guter Erinnerung behalten, wenn man sich die Prognose für das kommende Wochenende vor Augen hält: Dann erwarten wir dort Temperaturen von nur noch knapp über 0 Grad, und teilweise tanzen dann sogar im Alpenvorland die Schneeflocken bis ganz runter vom Himmel“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net im neusten Wettervideo: http://www.youtube.com/watch?v=HhiN6bZXEyY  

Das wäre ein satter Temperatursturz von 25 Grad, lokal sogar um bis zu 30 Grad. So etwas gibt es auch nicht aller Tage zu beobachten: Nach den wärmst möglichen Oktobertagen, ab runter zu den tiefsten Höchstwerten, die zu dieser Jahreszeit möglich sind.

Ab Freitag gibt es zudem wieder vielfach Nachtfrost und das richtig mit Werten zwischen 0 und minus 7 Grad ziemlich deftig.

Doch der Reihe nach und die Wetterentwicklung im Detail:

Dienstag: nach Nebelauflösung viel Sonnenschein und mit 14 bis 22 Grad relativ warm, nur im Norden dichte Wolken und ab und zu etwas Regen

Mittwoch: im Norden mehr Wolken als Sonne, ab und zu etwas Regen, sonst nach Nebelauflösung freundlich und trocken, 13 bis 20 Grad

Donnerstag: die Wolken kommen weiter nach Süden voran, bringen aber nur wenig Regen, im äußersten Süden nach Nebelauflösung noch mal freundlich, 9 bis 18 Grad

Freitag: mit 3 bis 9 Grad wird es deutlich kälter, neben Sonne und Wolken, fällt etwas Regen, am Alpenrand kann es bis in die Täler Schnee geben

Samstag: nach frostiger Nacht mit Tiefstwerten bis minus 7 Grad, am Erdboden sogar bis minus 10 Grad, scheint ab und zu die Sonne, mehr als 3 bis 8 Grad sind aber nicht drin

Sonntag: aus Norden ziehen neue Regenwolken auf, es ist vielfach nass-kalt bei Werten zwischen 4 und 9 Grad

„Spätestens jetzt ist es an der Zeit die Winterreifen aufzuziehen, denn wir rutschen vom Spätsommer binnen weniger Tage direkt in Richtung Frühwinter“ so Wetter-Experte Jung.

Die aktuelle Oktoberbilanz kann sich sehen lassen. Es war bisher ein warmer und goldener Oktober:

Der Monat war bisher 1,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel, brachte bisher 85 Prozent des normalen Niederschlagsolls und erfüllte sein Sonnenscheinsoll bereits zu 80 Prozent.

Der Wintertrend von wetter.net im Detail:

„Das Wird ein richtiger Chaos-Winter, der viel Abwechslung bereit hält und zeitweise richtig gefährlich werden kann“ kommentiert Wetterexperte Jung die ersten Ergebnisse.

Dezember: Der erste meteorologische Wintermonat fällt vielfach durchschnittlich, im Osten und Süden allerdings vielfach leicht zu kalt aus. Zur Monatsmitte könnte die russische Kältepeitsche mit Eis und Schnee zum ersten Mal so richtig intensiv zuschlagen. Ob das hochwinterliche Wetter allerdings bis Weihnachten durchhält ist unsicher, denn vom Atlantik drängen im letzten Monatsdrittel sehr wahrscheinlich einige Sturm- mitunter auch Orkantiefs nach Europa, die sehr milde Luft nach Deutschland bringen könnten. Weiße oder grüne Weihnachten – das wird sich wahrscheinlich erst auf den letzten Metern vor dem Fest entscheiden!

Januar: Der Januar würde nach aktuellem Stand eher durchschnittlich ausfallen. Er bringt zudem viel Niederschlag, der jedoch nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen als Schnee fällt. Generell werden in den Alpen auch diesen Winter wieder sehr gute Wintersportbedingungen erwartet. In den Niederungen riecht es den ersten Berechnungen zufolge nach einem Schmuddelwinter – gerade perfekt, um sich eine Erkältung nach der nächsten einzufangen!

Februar: In diesem Monat könnte das dicke Kältepolster über Sibirien abermals angezapft werden und weite Teile Europas mit kalter Luft überschwemmen. Diese zweite Kältewelle könnte noch heftiger als die Kältewelle im Dezember ausfallen. Nennenswerter Schneefall ist dabei vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands zu erwarten.

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