Theaterpremiere am Lindenauer Markt – Lovestory zwischen Adolf Hitler und einem Juden denkbar?

Das Theater der jungen Welt zeigt „Mein Kampf“ – A love Story. Ob es da wirklich um eine Liebesgeschichte geht ? Wir waren bei der Hauptprobe dabei.

Ist eine Liebesgeschichte zwischen Adolf Hitler und einem Juden denkbar? Dieser abstrus erscheinende Plot ist Mittelpunkt der Farce „Mein Kampf“.  Autor der „Great Love Story“ ist der jüdische Dramatiker George Tabori. In dem TheaterStück begegnet der junge Adolf Hitler dem Bibel- und Kamasutraverkäufer Schlomo Herzl, der sich liebevoll um den cholerischen Künstler kümmert. Das Stück feiert Donnerstagabend im Theater der jungen Welt Premiere.

Das Thema: eine Herausforderung. Die Herausforderung: ein Schauspiel. Mit schwarzem Humor versucht das Stück „Mein Kampf“ das schier unmögliche. Die Annäherung an den Menschen Adolf Hitler.

Sven Reese aus dem Leipziger Ensemble übernimmt die Rolle Hitlers. Eine Rolle, die den erfahrenen Schauspieler gleichermaßen reizt und fordert.
 
Interview: Sven Reese – spielt Adolf Hitler

Kritik und Anweisungen sind natürlich in erster Linie Aufgabe des Regisseurs. Jürgen Zielinski geht mit den Darstellern jede einzelne Szene durch, damit der Tenor des Stückes auch getroffen wird.

Interview: Jürgen Zielinski – Regisseur

Gelingen die Proben, wird die Premiere ein voller Erfolg. Regisseur und Schauspieler gehen gespannt in den Abend – wohl wissend, dass der Stoff doch immer mal wieder Anstoß für Diskussionen gibt.

Interview: Jürgen Zielinski – Regisseur

Die Umsetzung, die komische, verzerrende Umsetzung der literarischen Vorlage. Das ist die große Kunst.
 
Interview: Sven Reese – spielt Adolf Hitler

Das Thema: eine Herausforderung. Die Herausforderung: vom Theater der jungen Welt angenommen und gemeistert.