Tief „Joachim“ wütet in Sachsen – Sturmböen auch in Leipzig erwartet

Das vierte Adventswochenende wird ungemütlich: Mit Windgeschwindigkeiten von bis 100 Stundenkilometern zieht Sturmtief „Joachim“ über Sachsen hinweg. Im Tiefland kommt Starkregen dazu, in den Bergen zeitweise heftiger Schneefall. +++

Durch den starken Niederschlag und die kalten Temperaturen besteht akute Glättegefahr, im Bergland kommt es zu Schneeverwehungen. Bis zum Abend lässt der Niederschlag dann nach.

Experten warnen vor herab stürzenden Ziegeln und Ästen. Auch Bäume könnten entwurzelt werden. Der Deutsche Wetterdienst und auch der Sachsenforst warnen deshalb davor, Wälder zu betreten.

Der Wetterdienst in Leipzig rechnet ab dem Nachmittag mit Sturmböen, die in manchen Regionen bis zu 90 km/h erreichen können. Die Unwettersituation kann sich noch bis in den Samstag verlagern.

Der Wind soll sich dann abschwächen, allerdings kann es auch im Tiefland in der Nacht zu Samstag zu Schneefall kommen. „Joachim“ bringt somit die ersten Vorboten des Winters in die Messestadt.

Im Erzgebirge wütet Joachim schon jetzt. In Marienberg sind die Schneeverwehungen so extrem, dass 400 Lastwagen in Schneewehen feststecken. Es besteht sogar die Gefahr, dass sie aufgrund des unaufhörlichen Schneefalls komplett einschneien. Auch der tschechische Grenzübergang Raitzenhain musste schon gesperrt werden.

Auf der A4 zwischen Glauchau-Ost und Hohenstein-Ernstthal ist ohne Vorwarnung ein Lastergespann umgekippt. Der Fahrer ist nicht verletzt. Die Autobahn zwischen Erfurt und Chemnitz musste gesperrt werden.

Der Chemnitzer Weihnachtsmarkt hat aufgrund der Wetterlage aus Sicherheitsgründen um 14 Uhr geschlossen. Am Wochenende soll er aber voraussichtlich zur gewohnten Zeit öffnen.