Tierabgaben in Leipziger Tierheim werden weniger

Leipzig- Gerade in den Sommerferien ist es in den vergangenen Jahren oft so gewesen, dass Tiere weggegeben wurden. Doch entgegen den Erwartungen verzeichnete das Tierheim in diesem Jahr keinen besonderen Ansturm.

Die Zahl der abgegebenen Tiere liege im Normalbereich, so der Geschäftsführer des Leipziger Tierheims Michael Sperlich.

Ob kleine Kätzchen oder große Hunde, über das Tierheim Leipzig finden von ihren Haltern verlassene Vierbeiner im Idealfall recht schnell ein neues Zuhause.

„Wir sind gut ausgelastet, befinden uns aber nicht in einer Extremsituation. In anderen Jahren hatten wir das im Sommer anders. Wir hatten hier in Leipzig beobachtet, dass der Anteil von ausgesetzten Tieren,  insbesondere bei den Hunden in den Sommermonaten signifikant ansteigt. Das können wir in diesem Jahr nicht mehr bestätigen und in sofern bleibt es also der Trend. Es kommen in den absoluten Zahlen weniger Tiere ins Tierheim“ , erklärt Sperlich

Denn es gibt eigentlich auch überhaupt keinen Grund, sein Tier vor dem Urlaub so einfach wegzugeben. Wer privat keine Möglichkeit hat, kann Miez oder Bello auch professionell betreuen lassen, in einer Tierpension zum Beispiel. Auch in der Katzenpension Tiergarten in Möckern werden die Vierbeiner umfassend versorgt. Dazu müssen nur ein paar Voraussetzungen erfüllt sein.

Die Katzen müssen zum einen Kastriert und geimpft sein, so Antonia Pust von der der Katzenpension Tiergarten. Außerdem müsse eine Wurmkur erfolgen und eine Flohmittel müsse aufgetragen werden, dann könne das Kätzchen kommen.

Nach dem Urlaub können Herrchen oder Frauchen ihren Liebling dann ganz entspannt wieder abholen und mit einer extra Kuscheleinheit verwöhnen. So einfach ist es im Tierheim oft nicht. Denn obwohl der Trend bei den Tierabgaben eher rückläufig ist, plagen die Mitarbeiter ganz andere Probleme. So werden immer mehr verwahrloste Tiere abgegeben.

Das Problem  sei vor allem die pro Tierverwahrung, so Michael Sperlich. Das heißt es kommen im Schwerpunkt Tiere die in einem gesundheitlich sehr bedenklichen Zustand sein. Das sei besonders aus den Bereichen der Einweisungstiere, der ausgesetzten Tiere und auch der Abgaben von Haltern der Fall. Hier werde  sichtbar  das die Halter ihren Verpflichtungen sicherlich in der letzten Zeit ihres Lebens nicht mehr so umfassend nachkommen konnten, wie es eigentlich Notwendig gewesen wäre.

Dieses Problem stellt das Tierheim vor allem vor die Herausforderung von hohen Arztkosten. So gab das Tierheim Leipzig laut Michael Sperlich allein im Juni für die tiermedizinische Versorgung mehr als 11.000 Euro aus. Wenn man also selbst in solch eine Situation kommt, sollte man sich früh genug Hilfe suchen, um die Tiere nicht leiden zu lassen.