Tiere – Ein No-Go unterm Weihnachtsbaum?

Chemnitz – Ein Tier als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum, lässt so manches Herz höher schlagen. Doch nicht immer ist diese Freude von Dauer. Jedes Jahr landen unüberlegt angeschaffte Tiere schon kurz nach den Feiertagen im Tierheim.

Deshalb sollte die Anschaffung gut überlegt sein, denn ein Tier bedeutet nicht nur Spaß, sondern auch Verantwortung. Bereits im Vorfeld sollte man sich überlegen, ob man die nötige Zeit und das nötige Geld für die Haltung eines Tieres aufbringen kann. Denn jedes Tier benötigt individuelle Zuwendung und neben den laufenden Kosten für Futter oder beispielsweise Einstreu müssen auch hin und wieder Tierarztbesuche eingeplant werden.

Ein Tier sollte nicht nur als lustiger Zeitvertreib betrachtet werden, sondern als Familienmitglied. Daher sollte es selbstverständlich sein, dass man sich auch um das Tier kümmert, wenn dieses alt oder krank geworden ist. Denn genau wie wir Menschen altern auch die Tiere und haben dann eventuell gesundheitliche Probleme.

Wer sich dennoch dafür entscheidet, ein Tier in seiner Familie aufzunehmen, sollte auch über eine Adoption aus einem Tierheim nachdenken. Denn hier warten sehr viele Fellnasen auf liebevolle Besitzer. Dennoch werden die Tiere nicht wahllos oder von heute auf morgen abgegeben. Eine Vermittlung eines Tieres als Weihnachtsgeschenk ist ebenfalls ausgeschlossen.

Momentan beherbergt das Tierheim am Pfarrhübel über 20 Hunde und Katzen sowie 65 Kleintiere. Bei ernsthaftem Interesse beraten die Mitarbeiter des Tierheims gern und geben nützliche Informationen zur Anschaffung und Haltung. Wer den tierischen Bewohnern zu Weihnachten eine kleine Freude bereiten möchte, kann dies auf unterschiedliche Art und Weise.

Nach den Feiertagen ist das Tierheim am Parrhübel immer dienstags, donnerstags und freitags von 13 bis 17 Uhr geöffnet und samstags von 13 bis 16 Uhr. An diesen Tagen haben Zwei- und Vierbeiner die Möglichkeit sich ganz in Ruhe kennenzulernen.