Tierpark wird zur Erlebniswelt

Chemnitz- Auf eine Reise durch die Zeit, soll man sich in Zukunft im Tierpark Chemnitz begeben können.

Mit dem Masterplan ändert sich nicht nur das Gelände des Tierparks grundlegend, sondern auch die Thematik innerhalb. Durch den ganzen Park, kann dann die Entstehung und Entwicklung des Lebens bis hin zur Menschwerdung erkundet werden. Dabei sollen auch moderne Techniken, wie Hologramme und ein 7D Kino zum Einsatz kommen. Um die ganzen Neugestaltungen auch umsetzen zu können, wird das Mammutprojekt einige Jahre in Anspruch nehmen. Dabei werden die einzelnen Abschnitte nach und nach in den nächsten Jahren um- bzw. neugebaut.

In der ersten Phasse soll zunächst der Ein- und Ausgang versetzt und mit einem Shop versehen werden. Desweiteren wird das Vivarium mit angrenzender Zooschule, ein Spielplatz im Afrika Look, sowie die Umzäunungen und Wege instand gesetzt. Phase zwei beschäftigt sich mit der afrikanischen Savanne, der Umgestaltung der Gastronomie und dem Lemurenwald. Außerdem sollen die Themenbereiche „Zeitalter der Giganten“, „Entstehung der Vögel“ und der Mitmachbauernhof entstehen. In der vorletzten Phase entstehen das Themengebiet „Eiszeit I und II“ und der Neandertalerspielplatz.

Der letzte Bauabschnitt beschäftigt sich mit den Anbauten am Tropenhaus. In diesem sollen die Flusspferde einen größeren Außenbereich erhalten. Tierparkleiterin Anja Dube ist sehr zufrieden mit den Zukunftsplänen, auch wenn diese den Verlust einiger Tierarten bedeuten. So werde in Zukunft nur noch eine Großkatze im Tierpark zu sehen sein.

Obwohl in Zukunft wohl weniger Tiere zu sehen sein werden, kommen auch neue Arten, wie die Lemuren, hinzu. Durch diese Verringerung, kann man dem aktuellen Bestand jedoch ein größeres Platzangebot bieten. Mit der Thematik „Eine Zeitreise durch die Erdgeschichte“ will das Team des Tierparks auch auf das Artensterben aufmerksam machen.

Obwohl in den nächsten Jahren viele Änderungen kommen sollen, können sich die Chemnitzer freuen. Im Tierpark entstehen nicht nur mehrere neue Spielplätze, sondern auch Ruhezonen. Auch die Eintrittspreise schaffen einen Anreiz für die Besucher, Erwachsene werden für ein Jahresticket 19,90 Euro und Kinder 9,90 Euro zahlen. Ob das Mamutprojekt noch im nächsten Jahr oder erst ab 2021 startet, entscheidet der Stadtrat im November. Insgesamt werden ungefähr 40 Millionen Euron in die Restauration investiert.