Tillich: Bahnverbindung Dresden-Prag ist mehr als nur eine Verkehrsachse

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich erwartet, dass die Bundesregierung den Neubau der Schienenstrecke Dresden-Prag in den Bundesverkehrswegeplan aufnimmt.

Tillich, der am Freitag zu Gesprächen mit der Europäischen Kommission in Brüssel war und dort unter anderem den Generaldirektor der Generaldirektion Energie und Verkehr, Matthias Ruete, getroffen hatte, sagte: „Mit dem transeuropäischen Schienenkorridor (TEN) von den Nord- und Ostseehäfen über Berlin-Dresden-Prag nach Südosteuropa sind wir auf einem guten Weg: Brüssel weiß um die Bedeutung dieses Vier-Meere-Korridors.

An diesem Projekt hängt nicht weniger als die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Regionen in Ostdeutschland. Das ist der Grund, warum wir den Bundesverkehrsminister so sehr zur Anmeldung des Projektes in Brüssel drängen: der Schienenkorridor insbesondere für den Güterverkehr von den Nord- und Ostseehäfen über Berlin-Dresden-Prag nach Südosteuropa muss kommen, damit Ostdeutschland wirtschaftlich und logistisch nicht abgehängt wird. Insofern begrüße ich sehr, dass der Bundesverkehrsminister nunmehr die Anmeldung des Projekts in Brüssel vorantreiben will. Für Sachsen sind das gute Nachrichten!“

Viele würden die Bedeutung dieses Schienenkorridors unterschätzen. „Dieser Korridor ist viel mehr als nur eine Verkehrsachse, er ist ein ganz entscheidendes Standortkriterium für die Ansiedlung von Unternehmen“, so der Ministerpräsident.

Neben der Förderung von Forschung und Entwicklung sei die Verbesserung der Infrastruktur die wichtigste Aufgabe für die Zukunft des Freistaates Sachsen.Um der tatsächlichen Realisierung des Vier-Meere-Korridors noch mehr Nachdruck zu verleihen, komme es jetzt entscheidend auch auf das nationale Handeln des Bundes an: Die Bundesregierung müsse nun rasch auch auf der Schienenstrecke Dresden-Prag aktiv werden.

Tillich: „Der Vier-Meere-Schienenkorridor wird von der Kommission nur dann als Bestandteil des zukünftigen europäischen Verkehrsnetzes anerkannt werden, wenn die Schienenstrecken auch im Bundesverkehrswegeplan verankert sind. Gegenwärtig überprüft das Bundesverkehrsministerium Änderungen am Bundesverkehrswegeplan aufgrund von zwischenzeitlich eingetretenen Wirtschafts- und Verkehrsentwicklungen.

Sachsen erwartet, dass der Bund im Ergebnis dieser Überprüfung die Neubaustrecke Dresden-Prag in den Bundesverkehrswegeplan einordnen wird“, so der sächsische Ministerpräsident. Der Streckenabschnitt Berlin-Dresden ist im Bundesverkehrswegeplan bereits enthalten.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

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