Tillich begrüßt Porsche-Entscheidung für Leipzig

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat die Entscheidung von Porsche begrüßt, den neuen kompakten Geländewagen in Leipzig zu bauen.

„Dies ist ein deutliches Signal, dass Sachsen auch für Großinvestitionen unverändert attraktiv ist, und dass der Freistaat keinen Standortwettbewerb mit anderen Regionen der Welt zu scheuen braucht“, sagte Tillich am Mittwoch.

Der Ministerpräsident verspricht sich von der Fertigung des Porsche Cajun weiteren Aufschwung für Leipzig und das ganze Land. „Porsche hat sich entschlossen, seine fünfte Baureihe in Leipzig zu bauen. Das zeigt Vertrauen. Der Sportwagenhersteller kennt die Qualitäten der Mitarbeiter und die soliden politischen Rahmenbedingungen im Freistaat. In Sachsen wird wieder ein Stück Zukunft gebaut.“, sagte Tillich weiter.

In Leipzig werden von Porsche der große Geländewagen Cayenne und die vierte Baureihe, der Panamera, gebaut. In dem Werk sind zur Zeit 650 Mitarbeiter beschäftigt. Mit der Fertigung des Cajun sind ein Ausbau des Werks und die Schaffung neuer Arbeitsplätze verbunden.

Innerhalb kurzer Zeit kann Leipzig damit auf einen weiteren Zuschlag beim Aufbau von Produktionskapazitäten im Automobilbereich verweisen. Anfang 2010 gab BMW bekannt, dass ihr Werk in Leipzig für die Produktion eines Elektroautos ausgebaut wird. Neben dem Volkswagen-Engagement an den sächsischen Standorten Zwickau, Chemnitz und Dresden hat sich der Automobilstandort Leipzig mit BMW und Porsche zu einem wichtigen Akteur im Automobilcluster Sachsen etabliert.

Die sächsische Automobilindustrie verfügt mit ihren drei großen Kfz-Herstellern und den vielen Zulieferern eine breite Wertschöpfungskette. Bei Zulieferern, Dienstleistern und Ausrüstern arbeiten derzeit in Sachsen mittel- und unmittelbar ca. 60.000 Beschäftigte. Der Freistaat ist damit der bedeutendste Automobilbaustandort in Ostdeutschland. Die Sächsische Staatsregierung hat den Wiederaufbau der Automobilindustrie in Sachsen seit 1990 konsequent unterstützt.

2010 erwirtschaftete die sächsische Automobilindustrie einen Umsatz von über 13 Milliarden Euro. Damit wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um ca. 28 Prozent gesteigert. Die Automobilindustrie profitiert wie kaum andere Branche in Sachsen von der guten konjunkturellen Lage profitieren. Getragen wird diese positive Entwicklung von der anziehenden Auslandsnachfrage (plus 39,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009). Die Exportquote der sächsischen Automobilindustrie überschritt 2010 53 Prozent.