Tillich fordert Banken zur Unterstützung von Flutopfern auf

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat an die Banken appelliert, den von der Flut betroffenen Unternehmen im Freistaat beim Wiederaufbau zur Seite zu stehen. Dazu gab es am Montag ein Spitzengespräch in Dresden auf Einladung des Regierungschefes. +++

Nach der grundsätzlichen Einigung mit dem Bund und den Bundesländern auf den Fluthilfefonds sei die Finanzierung von Wiederaufbauprogrammen auch für die Wirtschaft gesichert, sagte Tillich bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern in Dresden. „Bevor die Förderinstrumente wirken, werden Betroffene teilweise aber in Vorfinanzierung gehen müssen. Für diese Fälle ist die Kreditwirtschaft aufgerufen, einen Beitrag zu leisten.“

Für eine zügige Wiederaufnahme beziehungsweise den Weiterbetrieb der Unternehmen verwies er auf die bereits von der Staatsregierung in Kraft gesetzte Regelung eines förderunschädlichen Maßnahmebeginns.

Tillich sagte weiter, die Hochwasserschutzmaßnahmen hätten vielerorts gewirkt, auch durch Eigenvorsorge der Unternehmen selbst sei vielfach Schlimmeres verhindert worden. „Jeder einzelne Fall ist dennoch schmerzhaft und ein schwerer Rückschlag.“ Er machte den Betroffenen zugleich Mut für den Wiederaufbau und sicherte der Wirtschaft die volle Unterstützung des Freistaates zu.

Nach Angaben der Kammern sind mehrere Tausend Unternehmen im Freistaat vom Hochwasser betroffen, darunter viele Klein- und Kleinstbetriebe – vom Handel über Handwerk und Dienstleistungen bis zum Gastgewerbe. Die Schäden sind gravierend, erreichen aber nicht das Ausmaß von 2002.

Wirtschaftsminister Sven Morlok verwies auf die Soforthilfen für Unternehmen. Dies sei ein erstes Signal gewesen, um den Betroffenen Mut zu machen. An den Regelungen zur eigentlichen Wiederaufbauhilfe werde derzeit auch in Abstimmung mit dem Bund und den anderen Bundesländern intensiv gearbeitet.

Zu dem Treffen in der Sächsischen Aufbaubank (SAB) hatte der Regierungschef Spitzenvertreter von Wirtschaftsverbänden, Kammern sowie Banken und Versicherungswirtschaft eingeladen.

Vor gut einer Woche war es in Altzella auf Einladung der Staatsregierung bereits auf einer Wiederaufbaukonferenz mit Landräten und Bürgermeistern um die nächsten Schritte in den betroffenen Kommunen gegangen.

Quelle: SSK – Sächsische Staatskanzlei