Tillich fordert mehr Angebote für die Freiwilligendienste

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute die Wohlfahrtsverbände im Freistaat Sachsen aufgerufen, für attraktive Angebote bei den Freiwilligendiensten zu werben. +++

Es kommt jetzt darauf an, dass mit zielgruppengerechten Angeboten ausreichend Freiwillige geworben werden“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich heute in seinem Jahresgespräch mit den Liga-Vorsitzenden der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Sachsen. Ein Bundesfreiwilligendienst könne die Auswirkungen, die das Aussetzen des Wehr- und Zivildienstes beispielsweise auf Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Katastrophenschutz und soziale Bereiche habe, erfolgreich kompensieren.

Sachsen ist sich mit vielen weiteren Bundesländern einig, in Folge der bevorstehenden Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes den Bund bei der Einrichtung eines Bundesfreiwilligendienstes zu unterstützen. Dieser „Ersatzdienst“ soll zum 1. Juli 2011 eingeführt werden und bundesweit rund 35.000 Frauen und Männern jeden Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht die Möglichkeit zu einer praktischen Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen eröffnen. Wie bei den Jugendfreiwilligendiensten soll der Einsatz im Bundesfreiwilligendienst in der Regel zwölf, jedoch mindestens sechs und höchstens 24 Monate dauern.

„Damit wird es uns gemeinsam gelingen, die Vielfalt der Freiwilligendienste – und damit auch das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr – hier in Sachsen  zu erhalten und zu bereichern“, sagte Tillich

Am heutigen Jahresgespräch in der Staatskanzlei haben neben dem Ministerpräsidenten die Liga-Vorsitzende Beate Hennig, Margit Weihnert (Vorsitzende des Landesverbandes der Arbeiterwohlfahrt), Hellmut Puschmann (Vorsitzender Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen), Hubertus Zomack (Vorsitzender Caritasverband der Diözese Görlitz), Dr. Eginhart Lehmann (Präsident des sächsischen Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes), Friedhelm Fürst (Kaufmännischer Vorstand des Diakonischen Werkes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens), Peter Schindzielorz (Vorsitzender Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen) und Abraham Lehrer (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland) teilgenommen.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

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