Tipp: „Chansons gegen den Strich“

Man nehme eine Prise Chanson, einen Hauch romatisches Lied und würze das Ganze mit der Intensität eines Protestsongs.

Genau diese ungewöhnliche, doch sehr eindringliche Mischung macht die Musik von Sebastian Lohse aus, gepaart mit einer außergewöhnlichen Stimme, die mit ihrer Klarheit und perfekten Intonation zu überzeugen weiß.
Verpflichtet dem Lebensgenuss sowie der Kritik an änderbaren Katastrophen wie Krieg, Entfremdung, Intoleranz und Denkfaulheit wollen sie den Hörer zum Denken und Handeln anregen.

„Lasst es uns doch wieder wagen, das, was schön ist, zu ertragen“ so heißt es in einem der Lieder, die in der Tradition der französischen Troubadours und Interpreten wie Jaques Brel, Brassens, Ferre‘ und Ferrat stehen aber auch verwurzelt sind im politisch satirischen Chanson der 20er Jahre a la Tucholsky, Brecht und Kästner.

Am Samstag um 20 Uhr in der Stötteritzer Markthalle / Magerite werden Sebastian Lohse und Clemens Pötzsch neben eigenen Liedern auch Lieder und Texte von Aristide Bruant und Bertolt Brecht und anderen „Vorbildern“ auf die Bühne bringen. Eine einmalige Mischung – vergnüglich, bissig, nicht ohne Hoffnung.