Tipps gegen Reisekrankheit in Auto und Bus

Von der Reisekrankheit sind nicht nur Kinder und Jugendliche betroffen. Jeder Mensch kann plötzlich unter den Symtomen leiden. Was bei einer langen Auto- oder Busfahrt zu beachten ist, lesen Sie auf www.dresden-fernsehen.de +++

Es sollte ein schöner Ausflug mit der ganzen Familie werden als plötzlich im Auto, beim jüngsten Sproß von Familie Sommer, die Reisekrankheit ausbrach. Der dreijährige Christoph sitzt in seinem Kindersitz, mit bleichem Gesicht und fast weißen Lippen. Kalter Schweiß perlt auf seiner Stirn und er jammert. Ihm ist so schlecht. Lange Bus- und Autofahrten auf kurvenreichen Straßen oder das Schaukeln von Schiffen lösen bei vielen Menschen Beschwerden aus. Von der Reisekrankheit sind nicht nur Kinder und Jugendliche betroffen. Jeder Mensch, in jeder Phase seines Lebens, kann plötzlich unter den Symtomen leiden.

Treten die Symtome zum ersten Mal und überraschend auf, sollte man Ruhe bewahren. „Als Sofortmaßnahme können, ein geöffnetes Fenster und die Zufuhr von frischer Luft dem Betroffenen Linderung verschaffen. Dann sollte man nach einer geeigneten Parkmöglichkeit Ausschau halten und eine Bewegungspause einlegen“, rät Claudia Szymula, Sprecherin der BARMER GEK in Sachsen.

Ist das Auftreten dieser Beschwerden bei Auto- oder Schifffahrten bekannt, sollte man mit vorbeugenden Maßnahmen reagieren.

nicht lesenkleine, leichte, fettarme Mahlzeiten vor und während der ReiseKaugummi kauenim Reisebus oder Auto die vorderen Plätze bevorzugen, im Flugzeug oder auf dem Schiff die Mittelplätzein Fahrtrichtung schauen und einen weit entfernten Punkt fixierenAlkohol und Rauchen vermeiden.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kann man auf Medikamente zurückgreifen. Es gibt freiverkäufliche Präparate mit dem Wirkstoff Dimenhydrina. Die Wirkungsdauer beträgt rund 4 Stunden. Dimenhydrinat wird als Tablette, Kaugummi oder Zäpfchen angeboten. Im Zweifelsfall lassen Sie sich von Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin oder in der Apotheke beraten.

Hintergrund

Die Gleichgewichtsorgane im Innenohr nehmen beim Fahren – ob im Auto oder Schiff – Bewegungen wahr, die von den Bewegungseindrücken des Auges abweichen. Die widersprüchlichen Meldungen der Sinnesorgane führen bei manchen Menschen leicht zur See- oder Reisekrankheit (Kinetose). Symptome sind Schwindel, kalter Schweiß und Übelkeit bis zum Erbrechen.

Quelle: BARMER GEK Sachsen 

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