Tipps zum Motorradfahren im Herbst

Bei dreißig Grad Celsius mit dem Motorrad über den heißen Asphalt cruisen - das ist eine echte Herausforderung. Sicherlich ist es ein atemberaubendes Erlebnis, das Gefühl der Freiheit zu spüren. Im Vergleich zum Sommer fährt es sich im Herbst doch weitaus angenehmer: Die Witterung ist kühler und daher besser erträglich - und auch sonst bietet das Motorradfahren in der herbstlichen Jahreszeit Vorteile.

Motorrad, © www.pixabay.com

Im Herbst fährt es sich auf dem Motorrad anders als im Sommer

Mit dem Motorrad im Herbst über den Asphalt fahren

Wenn der Frühling längst der Vergangenheit angehört und auch der Sommer langsam zu Ende geht, dann steht der Herbst vor der Tür. Für ambitionierte Biker ist das sicherlich kein Grund, um ihr Motorrad schon jetzt winterfest zu machen und es in den folgenden Monaten in der Garage unterzustellen. Ganz im Gegenteil. Weil der Herbst oft mit vielen schönen Tagen und einer meist sehr angenehmen Witterung einhergeht, macht es dann häufig noch viel mehr Spaß, den Helm aufzusetzen und in das Motorrad-Outfit zu schlüpfen, um sich den "Wind um die Nase" wehen zu lassen. So aufregend und spannend Motorrad-Touren in der herbstlichen Jahreszeit sind, so wichtig ist es doch, ein paar grundlegende Dinge zu berücksichtigen.

Biker-Fun in der dritten Jahreszeit

"Sicherheit hat Vorrang" lautet auch im Herbst die Devise für Motorradfahrer. Viele atmen buchstäblich auf, weil es nun nicht mehr ganz so heiß ist und demnach das Leder des Anzugs nicht mehr so arg auf der Haut klebt. Endlich sind sie für eine Weile vorbei - die Zeiten, in denen man im Stau oder vor einer roten Ampel kräftig ins Schwitzen kam. Denn Motorradoutfits mit eingebauter Klimaanlage wurden bis heute noch nicht erfunden...

Je niedriger die Temperaturen, desto länger dauert es, bis die Motorradreifen ihre erforderliche Betriebstemperatur erreicht haben. Das bedeutet, dass das Gummimaterial der Reifenlauffläche längere Zeit hart und starr bleibt. Somit kann sich die Oberfläche des Reifens nicht vollständig mit dem Asphalt verbinden. Dies führt zu einer reduzierten Haftung, sodass gerade in Kurvenlagen besondere Vorsicht geboten ist. Schräglagen sind daher aus Gründen der Sicherheit tunlichst zu vermeiden, wenn es draußen kälter als 10 Grad Celsius ist. Anderenfalls besteht eine erhöhte Unfallgefahr, und das Bike muss im schlimmsten Fall sogar in die Werkstatt und mit neuen Bauteilen aus dem Motorrad Ersatzteile Shop bei Autodoc bestückt werden.

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Vorausschauend fahren und das Tempo anpassen

Wie der legendäre Easy Rider mit dem Motorrad zu fahren, kann gefährlich sein. Denn im Herbst liegen Laub und Fallobst auf den Straßenoberflächen sowie außerdem jede Menge Schmutz, Schlamm und Co. Nicht zu vergessen ist, dass im Herbst auf dem Lande viele Traktoren unterwegs sind, um die Felder abzuernten. Sie verlieren erfahrungsgemäß teils größere Mengen an Pflanzenresten und Schmutz, der sich ebenfalls mit der Zeit ebenmäßig auf dem Asphalt verteilt. Mit den schmalen Rädern des Bikes darüber hinweg zu fahren, kann sich anfühlen, als fahre man auf Glatteis. Das Unfall- und Verletzungsrisiko ist demzufolge erheblich. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist zu berücksichtigen, dass die Straßenoberflächen in der "dritten Jahreszeit" - anders als an heißen Sommertagen - kaum auftrocknen, sondern stets einen gewissen Feuchtigkeitsgrad aufweisen.

Auf Straßen, die in der Nähe von Bächen oder Flüssen verlaufen, aber auch bei Waldfahrten ist daher eine besondere Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich, das Tempo den veränderten Straßenbedingungen anzupassen. Zu versuchen, schneller zu sein als andere Biker aus der eigenen Truppe und in "Wettkampfmanier" von A nach B zu fahren, kann verheerende Auswirkungen haben.

Der Herbst lädt zum Motorradfahren geradezu ein, weil jetzt die Temperaturen erträglicher sind als im Sommer. Wer vorausschauend fährt und sowohl den Straßenverkehr, als auch die Beschaffenheit des Asphalts im Blick behält, der schafft die besten Voraussetzungen, um gut und sicher am Ziel anzukommen.