Titans: Kampf um Klassenerhalt

Die Titans bangen um die letzte Chance! Die Elbriesen sind nach einer Niederlage am Freitag gegen Baunach sowie einer am Samstag in Würzburg fortan im Kampf um den Klassenerhalt auf Schützenhilfe angewiesen.

Nur bei einem Auswärtssieg des BC Energie Zwickau heute in Rattelsdorf kann das Schlusslicht aus Elbflorenz die Regionalliga Südost sportlich noch aus eigener Kraft zu halten.

Dabei hatten die Schützlinge von Trainer Ronny Schönau ihr Ticket für das Abstiegsendspiel am nächsten Sonnabend gegen den Vorletzten aus Rattelsdorf beinah schon selbst am Freitagabend gelöst. Vor einer stimmungsvollen Kulisse von etwa 300 begeisterten Zuschauern boten die Elbriesen beim 65:79 (37:30) dem Tabellensechsten aus Baunach im Nachholspiel an der Bodenbacher Straße einen wahren Schwergewichtsfight.
 
Nachdem die Oberfranken den besseren Start erwischten drehten die Titanen im zweiten Viertel mit einer aggressiven Verteidigung und Treffsicherheit von der Dreipunktelinie einen 11:16-Pausenrückstand in eine 37:30-Halbzeitführung. Ronald Trautsch und Robert Zobel hatten die Margon Arena in ein Tollhaus verwandelt, als beide nur Sekunden vor dem Gang in die Kabine die orangefarbene Lederkugel jeweils „von draußen“ versenkten.

Die Überraschung lag in der Luft. Dass die Sensation ausblieb, dafür sorgten die Gäste aus Baunach, die nach Wideranpfiff nunmehr ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Gäste-Coach Jörg Mausolf schien in seiner Halbzeitansprache die richtigen Worte gefunden zu haben. Noch im dritten Viertel glich HD Immo Baunach aus.

Im Schlussabschnitt nutzten die Gäste eine kurze Dresdner „Atemnot“ zum Spielentscheidenden Zwischenspurt. Mit drei Dreiern in Folge sorgte Baunachs Top-Scorer Manuel Bischof (28 Punkte) gut sechs Minuten vor dem Ende für eine 11-Punkte- Führung. Die Vorentscheidung! Lange Zeit zum Ärgern blieb den Titans nicht. Nach gut 14 Stunden Regeneration traten die Elbriesen am Samstag die weite Reise nach Würzburg zum zweiten Spiel des Marathon-Wochenendes an. Gut 2700 Zuschauer und die bis dato ungeschlagenen SCH Würzburg Baskets empfingen das Tabellenschlusslicht der Regionalliga Südost zur Meisterfeier in der s.Oliver-Arena. 

Vor der Partie wollte aber keiner der Titans gratulieren. Im Gegenteil: „Sich gut verkaufen und dem Gegner einen harten Kampf bieten“, so lautete die Devise von Coach Schönau, die seine Mannen zunächst auch recht ordentlich umsetzten. Vor allem Tobias Schumann sorgte mit zwei trockenen Dreiern zum Auftakt für eher verhaltene Stimmung unter den zum Feiern aufgelegten Zuschauern.

In der fünften Minute lagen die Sachsen gar noch mit 12:11 in Führung. Dann aber zündete der haushohe Favorit den Turbo. Angeführt vom glänzend aufgelegten Kapitän Christoph Henneberger (26 Punkte) übernahmen die Würzburg Baskets fortan die Kontrolle über das Geschehen und spielten die Partie souverän runter. Bis zur Halbzeit setzte sich der seit Wochen feststehende Meister auf 47:28 ab.

Anschließend machte sich bei den Gästen die Strapazen vom Vortag bemerkbar. Gleichwohl, die Titanen hielten nach Kräften gegen und ließen sich trotz des deutlichen 53:101-Endstands keinesfalls zur „Schießbude“ deklassieren. Nach Ertönen Schlusssirene schlossen sich die Titans dann auch der imposanten Kulisse an und gratulierten den Würzburg Baskets zur verdienten Meisterschaft.

In souveräner Manier wurde die von Haus aus zusammengestellte Zweitliga- Truppe um Baskets-Coach Bernd Bisselik ihren eigenen Ansprüchen gerecht und untermauerte, dass Würzburg wahrlich in die Bundesliga gehört.

Quelle: Dresden Titans

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