Titans knacken Aufsteiger Coburg

Dresden - Es war wieder aufregend in der Margon Arena: Die Dresden Titans haben es spannend gemacht bis zur letzten Sekunde und hatten dann aber allen Grund zum Feiern. Nach einem turbulenten Spiel besiegten die Elberiesen den Aufsteiger aus Coburg mit 73:71. Damit konnten sich die Dresdner Korbjäger wichtige Punkte im hart umkämpften Rennen um die Play-offs sichern.

Zum 18. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB mussten sich die Dresden Titans nach der Auswärtsniederlage in Rhöndorf zu Hause gegen den Aufsteiger aus Coburg beweisen. Bei seiner Rückkehr nach Dresden überzeugte dabei Max von der Wippel für sein neues Team. Nichtsdestotrotz waren es die Gastgeber, die in einer dramatischen Schlussphase knapp die Oberhand behielten. Zwar mussten Dresdens Basketballer auf den gesperrten Sebastian Heck verzichten. Doch in dessen Abwesenheit avancierte Marc Nagora zum Matchwinner. Auch Janek Schmidkunz wusste mit seinen Spielmacherqualitäten und den spielentscheidenden Freiwürfen zu überzeugen. Der Sieg verschafft den „Titanen“ dringend benötigte Luft im hart umkämpften Rennen um die Playoff-Plätze. Der BBC Coburg muss die Hoffnung auf selbige nach der 13. Saisonniederlage indes höchstwahrscheinlich begraben.

Dabei erwischte Von der Wippel mit den ersten Punkten der Partie direkt einen guten Start. Und auch der Rest der Coburger fand schnell ins Spiel, ein 12:2-Lauf der Gäste erwischte Dresden kalt. Die unterirdische Wurfquote zwang Titans-Coach Nenad Josipovic dann zur frühen Auszeit. Die Partie blieb in der Folge defensiv hart umkämpft. Auf Seiten der „Elberiesen“ konnten zumindest Nagora und Kapitän Janek Schmidkunz im Angriff punkten und auf 13:19 zur Viertelpause verkürzen. Schmidkunz blieb mit Würfen aus der Distanz gefährlich und auch die von der Bank gekommenen Bryan Nießen sowie Yassin Debache und Larry Hall gestalteten die Offensivbemühungen der Landeshauptstädter zunehmend erfolgreicher.

© René Pesth

Die Coburger blieben vor allem dank Daniel Stawowski und Steffen Walde im Spiel. Dresden erhöhte aber zunehmend das Spieltempo und konnte sich über viele Fastbreaks und hervorragendes Umschaltspiel eine 42:37-Halbzeitführung erspielen.

Der BBC kam nach der Pause erneut besser aus den Startlöchern. Ein 10:4-Run der Oberfranken brachte einen erneuten Führungswechsel. Willie Mangum und weiterhin Nagora brachten ihre Farben dann wieder ins Spiel, ehe Von der Wippel und Jordan Burris ein kleines Polster für die Gäste „erwerfen“ konnten. In sich anschließenden, turbulenten Minuten glich zunächst Mangum per Dreier aus, bevor Steffen Walde die Coburger vor Beginn des letzten Viertels knapp mit 62:60 in Führung bringen konnte. Zu Beginn des entscheidenden Spielabschnitts wurde die Begegnung zunehmend hitziger. Von der Wippel spielte in seiner ehemaligen Heimstätte weiter aggressiv und trug den BBC phasenweise auf seinen breiten Schultern. Doch auch Nagora erwischte einen Sahnetag und konnte seinem Team kontinuierlich mit guter Defense und cleveren Offensivaktionen in dieser Phase helfen. Die letzten Minuten waren dann arm an Punkten und reich an Spannung. Letztlich gelang es Burris 13 Sekunden vor Ultimo mit einem Dreier auszugleichen. Im wichtigsten Angriff des Spiels zog Schmidkunz aber clever das Foul und verwandelte eiskalt die entscheidenden Freiwürfe zum 73:71 aus Sicht der Titans.

© René Pesth

Burris kam zwar nochmals zum Wurf, verwarf jedoch, was die Niederlage der Gäste besiegelte.

Trainer Josipovic nach dem Spiel: „Wie zuletzt häufig hatten wir gerade zu Beginn unsere „Up-and-Downs“, bekamen diese aber schneller in den Griff. Auch weil Marc [Nagora] heute einen sehr guten Job gemacht hat. Vor allem defensiv, wo Larry Hall und die ganze Mannschaft streckenweise überzeugen konnten.“ Bei noch vier verbleibenden Partien in der regulären Saison müssen die Mannen aus „Elbflorenz“ noch dreimal auswärts antreten. Nächsten Sonntag gilt es in Würzburg den Vorletzten der Tabelle zu schlagen, um die Ausgangsposition für die Meisterschaftsrunde stetig zu verbessern.