Titans schenken Big-Point her

Dresden Titans unterliegen im 2. Playdownspiel den ifm Baskets Konstanz in letzter Minute mit 91:92 (19:21, 33:20, 21:24, 18:27). Titans-Coach Krzywinski: „Wir haben heute einen sehr greifbaren Sieg hergeschenkt.“ +++

Nachdem die Dresden Titans eine Woche zuvor noch gegen Hanau in letzter Sekunde den Sieg feiern konnten, mussten die „Elberiesen“ am gestrigen Sonntagabend im Kampf um den Klassenerhalt eine bittere Niederlage in letzter Minute hinnehmen. Vor knapp 750 Zuschauern unterlagen die Dresdner bei den ifm Baskets Konstanz mit 91:92 (52:41). Damit vergaben sie die Möglichkeit, sich bereits am zweiten Playdown-Spieltag der ProB Süd deutlicher abzusetzen. Stattdessen zogen die Konstanzer gleich.

Die Mannschaft von Head-Coach Thomas Krzywinski erwischte einen miserablen Start. „Im Gegensatz zu uns waren die Konstanzer von Beginn an im Spiel. Man hat gesehen, dass es für sie heute schon um alles oder nichts ging, während wir unsere Probleme hatten“, so der Dresdner Trainer. Gleichwohl konnten die Titans mit einem „Buzzerbeater“ von Jason Boucher zum Ende des ersten Viertels den Rückstand mit 19:21 in Grenzen halten, bevor dann Mitte des zweiten Abschnitts der Knoten endlich zu platzen schien. Mit einer aggressiven Verteidigung und konsequentem Abschluss in der Offense erarbeiten sich die Gäste einen 11:0-Run zum zwischenzeitlichen 49:38.

Nach der Halbzeit jedoch fehlte den Dresdner Korbjägern wieder der Biss. Statt die Führung weiter auszubauen, überließen die Sachsen zunehmend den Baskets das Geschehen, die angeführt von ihrem neuen US-Spielmacher Aubrey Conerly (25 Punkte / 8 Assists) nicht aufsteckten und wieder auf 65:73 verkürzen konnten. Die Titans verpassten es fortan, ihre Größenvorteile unter dem Korb weiterhin auszuspielen. Vor allem im Kampf um den Rebound gaben die Elbestädter ihre Überlegenheit der ersten Halbzeit plötzlich und unnötig aus der Hand. Durch zwei Dresdner Ballverluste konnten die Konstanzer im Schlussviertel den 8-Punkte-Rückstand bis auf vier Zähler minimieren und hatten damit schlagartig ihre 750 Fans hinter sich. Bei den Titans waren dann die Nerven mit im Spiel. So verwandelte Alexander Heide nach einem weiteren Drei-Punktspiel der Hausherren 20 Sekunden vor Ultimo beim Stand von 88:90 nur einen seiner zwei Freiwürfe. Nach einem taktischen Foul und zwei verwandelten Freiwürfen der Konstanzer blieb den Titans nunmehr nur noch ein letzter Angriff. Jedoch geriet Björn Blosseys Dreier mit dem Buzzer diesmal zu kurz und Max von der Wippels Tipp-In reichte – anders als noch in der Vorwoche – diesmal nicht aus.

Titans-Coach Thomas Krzywinski war nach dem Spiel sichtlich verärgert über die mehr als unnötige Niederlage: „Wir haben heute einen sehr greifbaren Sieg hergeschenkt. Es ist schwer zu erklären, warum wir nach einem starken zweiten Viertel eine zweistellige Führung unnötig aus der Hand geben, anstatt einfach den Deckel draufzumachen. Nach diesem Patzer müssen wir uns diese Woche gewaltig strecken, damit uns so etwas gegen Breitengüßbach nicht noch einmal passiert. Wir haben damit heute einen Big-Point vergeben.“

Beste Werfer

Dresden: Jared Benson (23 Pkt.), Jason Boucher (17), Andrew Jones (17)

Konstanz: Aubrey Conerly (25 Pkt.), Oumar Syllar (20), Peter Leidig (15)

Quelle: Dresden Titans e.V.

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