Todescrash auf B 180

Wenn bei der Feuerwehr die Alarmglocken schrillen, ist meist noch unklar was die Männer erwartet.

So war es auch am Donnerstagmorgen in Stollberg. Die Rettungskräfte wurden zu einem Unfall auf die B 180 gerufen.

Ein Bild der Verwüstung bot sich am Donnerstag kurz vor 8.00 Uhr auf der Bundesstraße 180 bei Stollberg. Ein Audi war in Richtung Zwönitz unterwegs. Nach ersten Angaben der Polizei wurde dem 65-jährigen Fahrer etwa 800 Meter nach dem Abzweig der B 169 plötzlich schlecht und er verlor die Kontrolle über das Fahrzeug.

Sein Audi fuhr geradewegs auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit einem Kleintransporter zusammen. Dessen beiden Insassen -zwei Männer- wurden durch den Zusammenstoß leicht verletzt. Nach dem Crash mit dem Renault stieß der Audi noch gegen die Leitplanke und anschließend gegen einen ebenfalls entgegenkommenden VW.

Die 25-jährige Fahrerin des Beetle wurde bei dem Zusammenprall schwer verletzt, sie kam zur Beobachtung ins Krankenhaus. Für den 65-jährigen Audifahrer kam jede Hilfe zu spät, er starb noch an der Unfallstelle. Seine vier Jahre ältere Beifahrerin, vermutlich die Ehefrau, wurde schwer verletzt. Für die Rettungskräfte gehören solche Einsätze glücklicherweise nicht zum Tagesgeschäft, trotzdem ist das Ganze eine nervenzerrende Arbeit.

Interview: Wolfgang Herbig – Feuerwehr Stollberg

Die Gerichtsmedizin soll nun helfen, die mögliche Unfallursache zu klären. Warum kam der Mann mit seinem Audi auf die Gegenfahrbahn, wurde ihm womöglich schlecht während der Autofahrt? Die Bundesstraße war nach dem Unfall für knapp 4 Stunden voll gesperrt.

Nach ersten Schätzungen beträgt der Sachschaden etwa 17.000 Euro, doch der sollte in den Hintergrund rücken, schließlich verlor ein Mensch sein Leben.

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