Todesursache von Krokodil „Max“ bekannt gegeben

Zum Einen wies Max` rechtes Schultergelenk eine hochgradige, eitrige Entzündung auf, weshalb das Krokodil sein Bein nicht mehr bewegen konnte. Zudem litt er unter einer Bronchitis mit Lungenabszessen. +++

Zum heutigen Zeitpunkt liegen dem Zoo Dresdenu zwei Hauptbefunde der pathologischen Untersuchung vor, die zur Erkrankung und schließlich zum Tod von Max geführt haben. Zum einen wies Max` rechtes Schultergelenk eine hochgradige, eitrig-nekrotisierende Entzündung auf, durch die keine normale Gelenkstruktur erhalten geblieben war. Auch das umliegende Muskel- und Bindegewebe war bereits betroffen. Dies erklärt, wa um Max seit einiger Zeit nicht mehr in der Lage war, das betroffene Bein nach vorne zu führen.

Zum anderen litt Max unter einer hochgradigen, eitrigen Bronchitis mit zahlreichen Lungenabszessen, so dass seine Lungenfunktion stark eingeschränkt gewesen sein dürfte.

An den übrigen Organen konnten keine krankhaften Befunde festgestellt werden. Auch die entzündlichen Veränderungen der Füße waren verhältnismäßig gering und in Abheilung. Der Verdacht einer Ausbreitung bakterieller Krankheitserreger, ausgehend von den Verletzungen der Füße, kann somit nicht eindeutig bestätigt werden.

Insbesondere die Infektion im Schultergelenk hat vermutlich eine andere, aber leider unklare Ursache. Der Fall von Max zeigt mit aller Deutlichkeit, wie begrenzt oftmals die Möglichkeiten der exakten Diagnosestellung bei Wildtieren sind. Durch eine computertomographische Untersuchung hätten die Erkrankungen vermutlich gut sichtbar gemacht werden können, jedoch ist eine solche Untersuchung aufgrund der Größe, des Gewichts und der Gefährlichkeit des Krokodils nicht durchführbar. Die Masse des Tieres verhinderte leider auch die Darstellung des Schultergelenks bei der Röntgenuntersuchung von Max in Narkose.

Für die – an sich richtige – Behandlung mit Antibiotika war das Krankheitsstadium zum Zeitpunkt, als das Tier Symptome zu zeigen begann, schon zu weit fortgeschritten, und eine Heilung somit nicht mehr möglich. Wildtiere sind sozusagen darauf „programmiert“, ihre Krankheiten möglichst lange zu verbergen.

Quelle/Bildquelle: Zoo Dresden

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