Tötungsdelikt in Rossau: Tatverdächtiger auf der Flucht

Am Montagabend wurde in Rossau kurz nach 19 Uhr eine 39-jährige Frau Opfer eines Tötungsdeliktes.

Tatverdächtig ist der 53-jährige Noch-Ehemann der Frau, Rolf W. Der Vater (66) der 39-Jährigen hatte die Polizei gerufen, weil der Tatverdächtige auf dem Grundstück der Familie um sich schießen würde. 

Die Rettungskräfte konnten das Leben der Frau nicht retten. Sie verstarb am Ereignisort. Eine 65-jährige Familienangehörige erlitt Schussverletzungen am Bein. Noch vor Eintreffen der Polizei flüchtete der Mann in seinem schwarzen Audi A6 (HR-CS 904), älteres Modell. Ein zum Tatort fahrender Funkstreifenwagen wurde offensichtlich vom Tatverdächtigen beschossen. Verletzt wurde niemand. Eine Polizeibeamtin musste mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Die Fahndungsmaßnahmen wurden durch Polizeihubschrauber und Spezialkräfte des Landeskriminalamtes unterstützt. Beteiligt waren auch Kräfte der Polizei Thüringens und Hessens. Bis zur Stunde konnte der Mann noch nicht gefasst werden.

Die Fahndung nach dem flüchtigen Tatverdächtigen, der möglicherweise noch eine Waffe bei sich hat, dauert an.

Die Polizei bittet um Mithilfe. Wer kann Hinweise zum derzeitigen Aufenthaltsort des Mannes geben. Wo wurde der schwarze Audi mit dem Kennzeichen HR-CS 904 gesehen?
Der Tatverdächtige war zur Tatzeit mit einem weißen T-Shirt und einer hellen ¾-Hose bekleidet. Er ist schlank, hat einen grau-melierten Vollbartansatz und trug eine Sonnenbrille.

Die Polizei bittet um besondere Vorsicht, wenn der Mann gesehen werden sollte. Rufen Sie unbedingt die Polizei und bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
Hinweise zum Aufenthalt des Mannes nimmt die Polizeidirektion Chemnitz über den Polizeinotruf 110 bzw. unter Tel. 0371 387-2279 entgegen, aber auch jede andere Polizeidienststelle.

++++UPDATE 14.30 Uhr++++

Der Tatverdächtige ist weiterhin flüchtig. Seit Beginn der Öffentlichkeitsfahndung erhielt die Polizei vier Hinweise zum möglichen Fahrzeug. Alle vier Hinweise wurden überprüft und führten nicht zum gesuchten Audi A6. In die Fahndung nach dem 53-Jährigen und dessen Pkw sind derzeit rund 100 Beamte eingebunden. Die Familie des Opfers wird von einem Kriseninterventionsteam betreut.