Top-Athleten erhalten Sportstipendium der Stadt Dresden

Dresden - Oberbürgermeister Dirk Hilbert übergab am Dienstag an der Ski-Weltcup-Strecke beim Empfang der Stadt Dresden die Sport-Stipendiatsurkunden an vier weitere Dresdner Top-Athleten: Johanna Holfeld (Klettern), Tim Sebastian (Sportakrobatik), Tina Punzel (Wasserspringen) und Tom Liebscher (Kanu). 

Sie erhalten rückwirkend für den Zeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2020 ein Stipendium von monatlich 500 Euro (Holfeld und Punzel), 750 Euro (Sebastian) oder 1 000 Euro (Liebscher). Damit gehören sie zum Kreis von insgesamt neun Dresdner Sportstipendiaten. Die Landeshauptstadt Dresden ist mit der Vergabe solcher Sportstipendien Vorreiter in Deutschland. „Ich freue mich sehr, dass wir die Sportstipendien etabliert haben. Mit ihnen ermöglichen wir es erfolgreichen Athletinnen und Athleten, ihre leistungssportliche Karriere in Dresden fortzuführen. Als Vorbilder und Repräsentanten sollen sie auch in Zukunft unsere Stadt und ihren Dresdner Verein ehrenvoll bei nationalen und internationalen Wettkämpfen vertreten können“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert. 

Christian Dahms, Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen, verweist darauf, wie wichtig eine solche Förderung gerade in Sportarten ist, die nicht so sehr im medialen und öffentlichen Fokus stehen: „Das 2016 ins Leben gerufene Stipendium für Dresdner Leistungssportlerinnen und Leistungssportler ist ein Leuchtturmprojekt, auch über Sachsen hinaus. Es ist essentiell für Sportlerinnen und Sportler, dass sie neben dem zeitraubenden Training und den Wettkämpfen eine finanzielle Absicherung haben. Die Stadt Dresden nimmt hier eine Vorreiterrolle ein und trägt damit auch zum Erhalt der Stärke des Leistungssportstandortes Sachsen bei. Als Landessportbund sind wir dankbar, dass die Stadt Dresden als Partner des Leistungssports bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und in die sportliche Zukunft zu investieren.“ 

Kanurennsportler Tom Liebscher vom KC Dresden e. V. wurde Weltmeister im K4 über 500 Meter, erreichte die Silbermedaille im K1 über 500 Meter bei der WM. Er erzielte 2018 den Titel bei der Hochschul-EM über 1000 Meter und Silber bei den Europameisterschaften im K4 über 500 Meter. Bei den Deutschen Meisterschaften gab es ein Mal Gold, drei Mal Silber und einmal Bronze. 2017 gelang ihm bei der Weltmeisterschaft Gold im K1 über 1000 Meter und Gold im K4 über 500 Meter mit neuem Weltrekord. 2016 holte er bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro Gold im K4. 

Wasserspringerin Tina Punzel vom Dresdner SC 1898 e. V. ist frisch gekürte sächsische Sportlerin des Jahres und wurde 2018 Europameisterin im Mixed-Synchronspringen vom Dreimeterbrett, holte sich die Bronzemedaille vom Brett und im Synchronspringen die Silbermedaille. Bei den Deutschen Meisterschaften errang sie zwei Mal Gold und einmal Silber. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften erzielte sie Gold im Mixed vom Turm. Bei den Deutschen Meisterschaften 2017 erkämpfte sie sich zwei Mal Gold und einmal Silber. Bei der Europameisterschaft gelangen ihr zwei Medaillen: Bronze Mixed-Synchron und Silber im Synchronspringen. Mit Martin Wolfram sicherte sie sich beim Grand Prix den Sieg im Mixed-Synchron und erkämpfte sich Silber im Brett-Synchron. 

Klettersportlerin Johanna Holfeld trainiert beim Sächsischen Bergsteigerbund e. V.  2018 erkämpfte sie sich bei der ersten Deutschen Meisterschaft im Format „Olympic Combined“ die Silbermedaille. 2017 gewann sie Bronze bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Bouldern. Außerdem wurde sie deutsche Vizemeisterin im Leadklettern.  2020 möchte sie nach Tokio, zu den Olympischen Spielen. Sportklettern gehört dann erstmals zu den olympischen Disziplinen. 

Sportakrobat Tim Sebastian vom Dresdner SC 1898 e. V. gewann 2017 die World Games. Das ist der größte Erfolg in der Sportakrobatik. Zudem holte er EM-Bronze (wie auch schon 2015) und Silber beim Weltcup. Er war 39 Mal Deutscher Meister. Im Duo mit seinem Partner Michail Kraft ist er Aushängeschild des Deutschen Sportakrobatik-Bundes. Sie sind das erfolgreichste Team im Bundeskader. 

Kanurennsportlerin Steffi Kriegerstein vom KC Dresden e. V. erreichte 2018 Bronze bei der 
Europameisterschaft im K2 über 500 Meter. 2017 gelang ihr bei der Weltmeisterschaft im K4 erneut Silber, wie auch bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro. Seit 2009 bringt sie von allen internationalen Höhepunkten Edelmetall mit nach Hause. 

Wasserspringer Martin Wolfram vom Dresdner SC 1898 e. V. errang 2018 bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Rostock der Titel vom Einmeterbrett. 2017 kämpfte er sich nach einer Schulter-OP mühsam zurück. Beim Methodik-Pokal siegte er am Einmeterbrett. Beim Grand Prix gewann er gemeinsam mit Tina Punzel den MiXed-Synchron-Wettbewerb vom Dreimeterbrett. 

Wasserspringerin Louisa Stawczynski vom Dresdner SC 1898 e. V. holte 2018 bei den Deutschen 
Meisterschaften zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften erzielte sie Silber vom Turm. 2017 gelang ihr der internationale Durchbruch. Bei der Europameisterschaft bekam sie die Bronzemedaille im Wettkampf vom Einmeterbrett. In gleicher Disziplin ist sie Deutsche Meisterin. Bei der Universiade holte sie Bronze. 

Kanurennsportler Benedikt Bachmann vom WSV "Am Blauen Wunder" e. V. erreichte 2018 Bronze im K2 bei der U23-Weltmeisterschaft über 1000 Meter bei der U23-Weltmeisterschaft mit Jakob Kurschat und Bronze im K2 und K4 über 500 Meter bei der Deutschen Meisterschaft. 2017 gelang ihm Bronze bei der Junioren-WM, Gold bei der Junioren-EM und wurde U23-Weltmeister im K2 über 1000 Meter, sein bislang größter Erfolg. 

Kanurennsportler Jakob Kurschat vom WSV "Am Blauen Wunder" erreichte 2018 Bronze im K2 bei der U23-Weltmeisterschaft über 1000 Meter mit Benedikt Bachmann sowie Silber im K2 über 1000 Meter und Bronze im K4 über 500 Meter bei der Deutschen Meisterschaft. Im Sommer 2017 gelang ihm bei der Junioren-Weltmeisterschaft Gold im K2 über 1000 Meter. Bei den Deutschen Meisterschaften sicherte er sich dreimal Gold im K1 über 1000 Meter und 5000 Meter und im K4 über 1000 Meter.