Tote Geschwisterbabys: Ermittlungen laufen

Die Zuschauerinformationen aus der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ (8. Mai 2013) sind in dieser Woche ausgewertet worden.

Außerdem gibt es 38 neue Hinweise (22 aus der Sendung) seit der Veröffentlichung der zweiten Fallanalyse Mitte April.Darunter zwölf auf konkrete Personen aus Sachsen, mit dem Schwerpunkt Erzgebirge. Entsprechende Überprüfungen laufen bereits.

Neun weitere Hinweise beziehen sich auf die Herkunft des bei Max Winter gefundenen Handtuches. Allerdings sind sie meist allgemeiner Natur.

Beispielsweise wird auf die frühere SDAG Wismut verwiesen, die entsprechende Frottiertücher an die Belegschaft ausgegeben haben soll.

Darüber hinaus deuten andere Informationen auf den aktuellen Einsatz der Handtücher in Krankenhäusern und bei Pflegediensten hin. Auch diesen Spuren gehen die Ermittler nach.

Bislang wurden in Schwarzenberg (Sonnenleithe) und in Grünhain-Beierfeld zudem 2 700 Briefe (Anlage) verteilt. Sie sollen potentielle Mitwisser emotional ansprechen und helfen, ein weiteres totes Kind zu verhindern.

Zum Hintergrund
Am 19. Januar 2011 war in Schwarzenberg der erste tote Säugling in einem Altkleidercontainer in Schwarzenberg gefunden worden. Das Baby bekam den Namen Max Winter. Gut anderthalb Jahre später fanden Spaziergänger in einem Straßengraben nahe der tschechischen Stadt Rotava den toten Bruder von Max. Zeitweise arbeiteten mehr als zwei Dutzend Beamte in der Soko „Sonnenleithe“ an der Aufklärung der Straftaten.