Tote Radfahrerin in Dresden löst neue Debatte aus

Dresden - Immer wieder kommt es auf Dresdens Straßen zu Unfällen zwischen Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern. Am Freitag ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem ein Autofahrer auf der Reicker Straße mit überhöhter Geschwindigkeit eine Fahrradfahrerin erfasste. Die 55-jährige Radfahrerin kam dabei ums Leben. 

Allein in den vergangenen 3 Jahren starben auf Dresdens Straßen 5 Radfahrer nach einer Kollision mit einem Kraftfahrzeug. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert nicht nur die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer, sondern auch mehr Verkehrskontrollen durch die Polizei. Der tragische Unfall am Freitag entfacht eine neue Debatte über die Sicherheit der Radfahrer auf den Straßen der sächsischen Landeshauptstadt. Die FDP spricht sich für einen parteiübergreifenden Mobilitätsgipfel aus. Grüne und SPD begrüßen diese Idee, verweisen aber auch auf den seit 2017 bestehenden Beschluss des Stadtrats zum Radverkehrskonzept. In diesem Radverkehrskonzept gibt es zahlreiche Maßnahmen. unter anderem auch für die Reicker Straße. Nun gehe es darum, dass die Stadtverwaltung das Problem erkennt und mehr für die Verkehrssicherheit von Radfahrern und Fußgängern getan wird, erklärt Susanne Krause (Grüne).

In einer Pressemitteilung fordert die FDP Bau- und Verkehrs-Bürgermeister Schmidt-Lamontain zum Handeln auf. "[...] Seit 2017 gibt es einen klaren Beschluss des Stadtrats zum Radverkehrskonzept. Der Verkehrsbürgermeister hat für die Umsetzung eigens Mitarbeiter eingestellt. Dennoch verfehlen viele Maßnahmen, die bisher ergriffen wurden, ihre Wirkung. [...] Herr Schmidt-Lamontain muss seinen Ankündigungen in Sachen Radverkehr nun endlich Taten folgen lassen. [...]"

Jetzt liegt es am Stadtrat, die notwendigen Änderungen vorzunehmen, um Unfälle wie den am Freitag in Strehlen zu verhindern.