Totes Baby von Schwarzenberg: Polizei weitet Untersuchungen aus

Schwarzenberg. Im Fall des getöteten Säuglings sucht die Polizei mit einer neuen Phantomzeichnung nach der potentiellen Mutter.

Das Bild entstand im Zusammenwirken mit zwei Zeugen, die am 12. oder 13. Januar eine verdächtige Frau an dem Altkleidercontainer in der Sachsenfelder Straße beobachtet hatten.

Zwischen 10 und 11 Uhr warf sie an einem der beiden Tage ein „Bündel“ in den Sammelbehälter. Aussagen zufolge reiste sie mit einer dunklen Limousine an, die kein einheimisches Kennzeichen trug, so die Ermittler. Insofern schließen die Ermittler nicht aus, dass die Mutter außerhalb von Schwarzenberg lebt. Allerdings muss sie einen Bezug zu dem äußerst abseits gelegenen Container haben, in dem der tote Junge am 19. Januar entdeckt worden war.

Die Frau soll mit einer dunklen Jacke bekleidet gewesen sein, ist etwa 160 bis 170 Zentimeter groß und trägt mittellanges, dunkelblondes Haar. Unterdessen weiten sich die DNA-Untersuchungen in dem Fall aus, teilte die Polizei mit. Nach dem negativen Ergebnis der ersten Reihe vom März werden am 7. und 8. Mai erneut mehr als 400 Frauen zur Abgabe der Speichelprobe nach Grünhain-Beierfeld eingeladen. Zudem bezieht die Polizei in die Überprüfung jetzt auch Mädchen und Frauen ein, die bereits vor mehreren Jahren aus Schwarzenberg weggezogen sind.

Darüber hinaus werden derzeit etwa 370 Angestellte, im Gewerbepark Sonnenleithe ansässiger Unternehmen, um eine DNA-Probe gebeten. Entgegen der bisherigen Praxis sind hier erstmals auch Männer betroffen, so die Polizei.

Für Hinweise die zur Mutter des getöteten Säuglings führen, sind unverändert 5.000 Euro Belohnung ausgelobt. Informationen nimmt die Polizeidirektion in Zwickau unter der Telefonnummer 0375/ 428 4480 entgegen.