Trabitreffen bei VW

Er ist einfach einzigartig, außergewöhnlich und vor allem – er stirbt nie – der Trabant.

Das Kultauto aus Zonezeiten fährt und fährt und fährt. Sogar heute noch schwören die eingefleischten Fans auf die „Rennpappe“ aus dem Osten, die beim Gasgeben so unverwechselbar „duftet“. Hightech, Alu und PS – weit gefehlt – obwohl ein bisschen davon darf es schon sein. So hat Jeder seinem Trabi das gewisse Etwas gegeben, das ihn unverwechselbar macht. Das Wichtigste dabei ist jedoch natürlich der Fahrspaß und das Gesehen werden. Und wo geht das besser als bei der Trabi-Ralley. Noch dazu wird der Trabant in diesem Jahr 50 – Grund genug durch Sachsen auf Tour zu gehen. 

Am Dienstag waren die Ralley-Teilnehmer in Chemnitz – und hier zu Gast im VW Motorenwerk. Für die 50 Ralley-Teilnehmerautos ging es es also mit dem Weg nach Chemnitz auch ein Stück weit zurück zu ihren Wurzeln. In diesem Sinne hereinspaziert, oder in diesem Fall gefahren, ins VW-Gelände an der Kauffahrtei und dort drehte der Trabi-Tross erst einmal eine große Runde durch das weiträumige Gelände.

Auch für die VW-Mitarbeiter sicherlich kein alltäglicher Anblick – entsprechend neugierig wurden die Rennpappen auf ihrem Weg durchs Werk bestaunt. Die Trabi-Ralley ist bereits seit Samstag quer durchs Erzgebirge und das Vogtland unterwegs. Dabei stehen den Teilnehmer der rund 900 Kilometer langen Strecke insgesamt sechs Tagesetappen bevor. Am Fichtelberg gings los über Annaberg-Buchholz, Freiberg, Chemnitz, Plauen und Klingenthal bis ins Ziel der Ralley nach Zickau zum großen Trabitreffen.

Vom Abschluss sind die Teilnehmer aber noch ein Stück weit entfernt. Am Dienstag hatten sie zunächst die Möglichkeit sich im VW Werk in Chemnitz umzuschauen. Hier wurden sie zunächst vom Leiter des Werkes in Empfang genommen, hatten ein wenig die Gelegenheit zum geselligen Beisammensein und natürlich kam auch das leibliche Wohl der Fahrer nicht zu kurz. Vorm Zelt – Trabiphilosophie im Großen wie im Kleinen, denn was ein echter Trabifan ist, der kann seine Rennpappe in jeder Größe bedienen.

Apropos Bedienen – darum ging und geht es auch in den Wertungsprüfungen, die die Fahrer auf jeder Etappe absolvieren müssen. Hier geht es um wertvolle Punkte und natürlich um den Spaß. Entsprechend heiß her ging es deshalb bei den Wertungsläufen, bei denen man schon seinen Trabi unter Kontrolle haben musste.

Im Endeffekt hatte jedoch Jeder für zu entscheiden, wie viel er seinem Wagen abverlangen kann, schließlich sollte ja auch keiner auf der Strecke bleiben.

Mit der Trabi-Ralley, die in diesem Jahr zum 8. Mal durch die Lande tourt soll vor allem in diesem Jahr mit den Historie, Gegenwart und Zukunft des Automobilstandortes Sachsen transportiert werden. Und womit könnte diese Geschichte besser erzählt werden als mit einem Kultauto, wie dem Trabi und den zahlreichen Fans, die auch heute aus Chemnitz sicherlich viele interessante Erinnerungen mitnehmen werden.

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