Tragische Liebe – Leipziger Ballett bereitet sich auf Premiere von Othello vor

Liebe ist das Schönste, was zwei Menschen miteinander teilen können. Sie macht stark, aber auch verwundbar und bietet Angriffsfläche für Neider. +++

Ist das Misstrauen erst einmal gesät, ist die Tragödie fast unausweichlich. So ergeht es auch Othello aus dem gleichnamigen Stück von William Shakespear, welches als Ballett ab dem 13. Februar an der Oper Leipzig zu sehen ist.

Othello ist ein erfolgreicher Feldherr, der heimlich die Tochter eines venezianischen Adligen heiratet, Desdemona. Seine Hautfarbe ist dabei das eigentliche Problem für die Gesellschaft, denn er stammt aus Afrika. Als er dann noch den eifersüchtigen Jago bei einer Beförderung übergeht, sinnt dieser auf Rache.

Das Besondere an dieser Ballettaufführung ist die Figur des Othello selbst. Er ist ein facettenreicher Mensch und vereint mehrere Aspekte in sich. Diese werden von fünf Tänzern verkörpert. So gibt es Othello den Liebenden, Othello den Empfindsamen, Othello den Politiker, Othello den Krieger und Othello den Fremden.

Sein Offizier Jago macht sich diese Facetten zu Nutze, in dem er gezielt auf die jeweiligen Schwachpunkte eingeht. Er bringt Othello dazu zu glauben, dass seine geliebte Frau ihn betrügt. Indem Jago die „empfindsame“ Seite schwächt, schwächt er Othello als Ganzes.

Und obwohl Shakespears Tragödie aus dem frühen 17. Jahrhundert stammt, bleibt sie doch stets zeitgemäß.

Shakespears Werke sind für die Bühne gemacht. Sie bieten Dynamik und große Gefühle, welche sich nicht nur mit Bewegung, sonder auch mit Gesang ausdrücken lassen. Seinem Ballett stellt Mario Schröder deshalb eine zusätzliche Figur an die Seite.

Am Ende verliert sich Othello in den Intrigen seines Gegenspielers. Er opfert das, was er am Meisten liebt und erkennt zu spät die Lüge und den Verrat.

Neben der Premiere am 13. Februar, wird das Ballett noch sieben weitere Male in dieser Spielzeit zu sehen sein.