Tragischer Kranunfall in Leipzig-Gohlis

In der Hans-Oster-Straße kam es am Mittwoch-Nachmittag zu einem tragischen Unglück. Ein mobiler Baukran versunk bei Bauarbeiten im Erdreich und stürzte auf einen Kita-Rohbau. Ein Bauarbeiter verunglückte tödlich.+++

Am Mittwoch-Nachmittag kam es auf einem ehemaligen Kasernengelände im Leipziger Norden in der Hans-Oster-Straße zu einem tragischen Unfall. Bei Bauarbeiten an einer neuen Kindertagesstätte stürzte ein mobiler Baukran auf das Gebäude und begrub einen 56-jährigen Arbeiter unter sich. Der Mann befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf dem Dach der Baustelle. Für ihn kam leider jede Hilfe zu spät.

 

Der Autokran stand auf unbefestigtem Grund neben dem im Rohbau befindlichen Gebäude. Durch das seitliche Kippen des Fahrzeugs stürzte der Ausleger auf das Gebäude sowie ein daran befindliches Gerüst. Ob der Kran nicht ausreichend gesichert war oder das durch den Regen nasse Erdreich nachgegeben hat, ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen den Kranführer aufgenommen.

 

Die Bergung der Leiche gestaltete sich zudem extrem schwierig, da der Kran durch seine unkontrollierte Lage leicht auf benachbarte Gebäude hätte stürzen können. So mussten die Bewohner zweier Mehrfamilienhäuser in der Fleißnerstraße noch in der Nacht zum Donnerstag evakuiert werden. Eine Spezialfirma machte es dann durch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen möglich die Leiche zu bergen. Wann der umgestürzte Kran wieder aufgerichtet werden kann, war am Donnerstag noch nicht abzusehen.