Triage-Situation in umittelbarer Nähe – Sachsens Ärzte mahnen

Dresden- Drei Landkreise mit einer Inzidenz höher als 1.000, mit 57 Prozent die niedrigste Impfquote bundesweit - Sachsen steht in der Corona-Pandemie nicht gut da. Gesundheitsministerin Petra Köpping trat heute zusammen mit mehreren Ärzten vor die Kamera, um die aktuelle Situation zu verdeutlichen. Erstimpfungen waren zuletzt kaum zu verzeichnen, dennoch gab es die vergangenen Tage großen Andrang an den Impfzentren, da sich viele boostern lassen wollten. Die SIKO, also die sächsische Impfkommission, empfahl Ende Oktober den Schutz für alle ab 18. Der starke Andrang an den Impfzentren sei damit zu erklären, so die Gesundheitsministerin. 170.000 zusätzliche Ipmfdosen sind derzeit auf dem Weg nach Sachsen, um die hohe Anfrage zu bewältigen. Dazu kommen weitere Maßnahmen.

Impfangebote unbestellt in Anspruch zu nehmen, auch das sorgte für lange Schlangen, sodass wieder zur Vorab-Terminierung zurückgegangen wird, so Klaus Heckemann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung. Das gab es so auch schon in den Anfängen, als die Nachfrage höher war als der verfügbare Impfstoff. Eine Situation, die wir jetzt wieder haben, so Heckemann weiter. 1.832 Arztpraxen in Sachsen impfen derzeit. Laut Heckemann ist es aktuell am Sinnvollsten wenn ein an einer Impfung Interessierter in erster Linie bei seinem Hausarzt anruft.

"Die Situation ist besorgniserregend", so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer Erik Bodendieck. Die Überlastungsstufe ist auf den Normalstationen in Dresden und Chemnitz bereits überschritten. Bodendieck machte abschließend seinem Ärger, hinsichtlich öfter vorkommenden Aggressionen an Ärztinnen und Ärzten, Luft.