Trickbetrüger telefonierten mit mehreren Rentnern in Leipzig um Geld zu erschleichen

Der sogenannte Enkeltrick ist bei Trickbetrügern anscheinend immer noch sehr beliebt. Am Mittwoch wurden mehrere Rentner in Leipzig angerufen. Jedes Mal stellte sich der Anrufer als Verwandter oder als Freundin vor, um so das Vertrauen der Rentner zu erschleichen. In zwei Fällen funktionierte dies laut Polizei allerdings nicht.

Fall 1:
Ort: Möckern, Elsterblick
Zeit: 09.03.2011 gegen 09:30 Uhr

Die rüstige Rentnerin erhielt einen Anruf von ihrem angeblichen Neffen. Dieser bat die Tante um mehrere Tausend Euro da er sich nach einem unseriösen Geschäftsabschluss in finanziellen Nöten befände. Die 84-jährige Dame wurde aber hellhörig und fragte den angeblichen Neffen tiefgründiger aus. Nun bemerkte sie, dass es sich nicht um ihren Neffen handelt und blieb hartnäckig und gab diesem zu verstehen, dass sie kein Geld hätte und nicht helfen könnte. Dieser versuchte zwar bei der angeblichen Tante Mitleid zu erwecken, aber diese blieb eisern. Der Neffe gab dann schließlich auf und beendete das Telefonat. Im Anschluss verständigte die Rentnerin über 110 die Polizei. Das Verhalten der 84-Jährigen war absolut vorbildlich und ein absolutes Lehrbeispiel für viele Senioren, wie man in solch einer Situation handeln sollte.

Fall 2:
Ort: Wiederitzsch, Mittelring
Zeit: 09.03.11 gegen 11:30 Uhr

Auch in diesem Fall hat sich hier eine 81-jährige Rentnerin nicht „locken“ lassen. Diese erhielt einen Anruf von ihrem vermeintlichen „Enkel“ mit der Bitte, ihn finanziell zu unterstützen. Als die Frau bemerkte, dass es sich nicht um ihren Enkel handelte bzw. die gestellten Fragen, ob Geld in der Wohnung oder auf dem Sparbuch sei, beendete sie das Telefonat und legte auf. Auch in diesem Fall hat die 81-Jährige vollkommen richtig gehandelt. Wichtig ist, niemals sich auf eine Geldübergabe einzulassen, stets bei der Nachfrage nach Geld eine Ablehnung geben und das Telefonat sofort beenden.

Fall 3:
Ort: Südvorstadt, Arthur-Hoffmann-Straße
Zeit: 09.03.2011 gegen 15:00 Uhr

In diesem Fall agierte eine weibliche Anruferin. Die angerufene 91-Jährige glaubte, dass ihre Freundin die Anruferin sei und finanzielle Unterstützung in einer Rechtssache dringend benötigte. Auch nachdem die angebliche Freundin die Rentnerin tiefgründiger nach ihrem Ersparten fragte, wurde diese nicht stutzig. Schließlich kam es zu einer Geldübergabe von einer vierstelligen Summe an eine vorgeschickte angebliche Rechtsanwaltsgehilfin, diese verschwand mit dem Geld auf nimmer Wiedersehen. Erst danach wurde der 91-Jährigen bewusst, dass was nicht stimmen könnte und telefonierte mit ihrer Freundin. Es stellte sich heraus, dass diese Opfer eines Enkeltricks wurde.