Trinkwasser: Sachsen sparsam

Kamenz (dapd-lsc). Der Trinkwasserverbrauch in Sachsen sinkt.

Während im Jahr 1991 jeder Einwohner täglich 139,7 Liter verbrauchte, waren es im Jahr 2010 im Schnitt 84,2 Liter, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Kamenz mitteilte. Rund 99,3 Prozent der Einwohner im Freistaat waren den Angaben zufolge an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Exakt 28.032 Sachsen wurden zusätzlich oder sogar komplett aus Hausbrunnen versorgt.

Die sächsischen Wasserversorgungsunternehmen gewannen im Jahr 2010 insgesamt 271,7 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Fast die Hälfte der geförderten Menge wurde dem Oberflächenwasser entnommen und bestand aus See- und Talsperrenwasser. Der Rest kam zu jeweils reichlich 20 Prozent aus Uferfiltraten und Grundwasser.

68,8 Prozent oder 186,8 Millionen Kubikmeter Trinkwasser wurde an Endverbraucher geliefert, darunter 9,8 Millionen Kubikmeter an Verbraucher in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Der überwiegende Teil von 126,9 Millionen Kubikmetern ging an private Haushalte und das Kleingewerbe.

dapd