Triste Wand wird zum Kunstobjekt

Burgstädt. Ein Graffiti-Contest brachte die Freizeit auf die Hauswand des Burgstädter Jugendclubs. Vier Künstler waren daran beteiligt.

Burgstädt (UW). Die Außenwände des Burgstädter Jugendclubs präsentieren sich in einem neuen gewandt. Erst waren sie trist weiß. Jetzt zieren sie Graffitizeichnungen. Zum Graffiti-Contest sorgten vier Graffitikünstler für die Zeichnungen zum Thema „Freizeit“.

„Die Wände waren uns zu trist“, sagte Tobias Gruner, Angestellter im Jugendclub. „Deshalb haben wir den Contest durchgeführt. Vermieter, Stadtverwaltung und das benachbarte Autohaus hatten nichts dagegen.“
Vorher wurden in der Stadtverwaltung Skizzen der Zeichnungen eingereicht. Von Anfang an wurde darauf geachtet, dass nichts auf Alkohol, Drogen und verfassungsfeindliche Dinge hinweist. „So was wollen wir nicht“, erklärte Gruner. „Das hat bei uns nichts zu suchen.“

Die Sprayer konnten durch persönliche Kontakte gewonnen werden. Etwa einen Tag dauerte es, bis die Wände fertig gestaltet waren. Der Jugendclub befindet sich seit einem dreiviertel Jahr im Objekt. Gegenüber dem früheren Standort gibt es jetzt mehr Platz, eine bessere Einrichtung und auch baulich zeigt sich das Objekt von einer sehr guten Seite.

„Zu uns gehören 20 feste Mitglieder“, informierte Tobias Gruner. „Dazu kommen noch viele, die unregelmäßig erscheinen. Pro Tag besuchen zwischen 30 und 40 Jugendliche den Club.“

In diesem werden neben Tischtennis, Billard und der Möglichkeit des Surfen im Internet ein umfangreiches Jugendprogramm angeboten. Auch Sport und regelmäßige Ferienprogramme gehören zum Angebot.