Trockenster Winter seit 18 Jahren – droht eine Frühjahrsdürre?

Der vergangene Winter war der trockenste Winter seit 1996. In Leipzig, Erfurt und Dresden fiel nur die Hälfte des Durchschnittsniederschlags. Auch in den kommenden 14 Tagen wird es nicht stark regnen. +++

Am 28. Februar endet nun der meteorologische Winter 2013/2014. Und es war nicht nur der mittlerweile viertmildeste (Stand: 27. Februar 2014) seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881, es war auch der trockenste seit 1996.

Im deutschlandweiten Durchschnitt fiel 30 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel zu erwarten wäre. Das Soll ist also nur zu 70 Prozent erfüllt.

„Richtig dramatisch ist es allerdings in Teilen Ost- und Südostdeutschlands. Im bayerischen Straubing fielen diesen Winter nur 30 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen, in Leipzig, Erfurt und Dresden war es nur die Hälfte. Selbst auf den niederschlagsverwöhnten Bergen fiel viel zu wenig Niederschlag. Die Zugspitze und der Fichtelberg im Erzgebirge haben jeweils nur 45 Prozent des Durchschnittsniederschlags abbekommen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Auch wird dieses Jahr das sonst übliche Schmelzwasser fehlen. Wo kein Niederschlag in Form von Schnee gefallen ist, da kann natürlich im Frühjahr auch keiner abtauen. Etliche Talsperren melden bereits jetzt Ebbe im Becken. Teilweise sind sie nur zur Hälfte gefüllt, normalerweise wären sie zu dieser Jahreszeit prall gefüllt.

Der Clou: Es fiel in diesem Winter nur knapp halb so viel Niederschlag wie im gesamten Sommer 2013. Selbst im extrem heißen Jahrhundertsommer 2003 fiel mehr Niederschlag als in diesem Winter!

Große Regenmengen sind auch in den kommenden 14 Tagen nicht in Sicht. Lediglich im Westen und Süden können binnen 7 Tagen 10 bis 20 Liter vom Himmel kommen. Im Osten und Norden dagegen ist kaum mit Niederschlag zu rechnen.

Quelle: www.wetter.net

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