Trotz aktueller Hitzewelle – Sommermonate werden nicht heißer und trockener

Von den letzten zehn Sommern war nur der Sommer 2003 trockener als im langjährigen Mittel. 2005, 2006, 2008, 2009 und 2012 waren beim Niederschlag völlig im Durchschnitt und 2004, 2007, 2010 und 2011 waren teilweise sogar deutlich zu nass. +++

Statement von Diplom-Meteorologe Dominik Jung zum aktuellen heißen und trockenen Sommer:

Der Juli war dieses Jahr bisher verdammt trocken. Wenn das so weiter geht, könnte es einer der trockensten Juli-Monate der letzten Jahrzehnte werden, wenn nicht sogar der trockenste. Die Gewitter des heutigen Tages werden diese Trockenheit nur punktuell etwas mindern können und wahrscheinlich mehr Schaden als Nutzen bringen – Stichwort: Starkregen, Hagel, Sturmböen. Flächendeckender Landregen ist weiter nicht in Sicht.

Da wird es sicher nicht lange dauern, bis seitens der Klimaforscher das Schauermärchen vom immer trockener werdenden deutschen Sommer wieder die Runde durch die Medienlandschaft dreht.

Wir erinnern uns kurz zurück an den Sommer 2003. Damals hat Deutschland einen sehr heißen und vor allen Dingen extrem trockenen Sommer erlebt. Das langjährige Regenmittel wurde nur zu 65 Prozent erfüllt.

Schon damals prophezeiten uns die Klimaexperten: Das ist erst der Anfang. Die Sommer in Deutschland werden zukünftig immer trockener werden. Ja sogar von Wasserknappheit war die Rede und mancherorts war die Schlagzeile zu lesen: „Die Sahara rückt näher“.

„Schaut man sich aber die nüchternen Fakten an, so stell man recht schnell fest, dass seit 2003 nie wieder ein Sommer auch nur annährend so trocken ausgefallen ist“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net

Von den letzten zehn Sommern war nur der Sommer 2003 trockener als im langjährigen Mittel. 2005, 2006, 2008, 2009 und 2012 waren beim Niederschlag völlig im Durchschnitt und 2004, 2007, 2010 und 2011 waren teilweise sogar deutlich zu nass.

Also: Kein Wüstenklima für Deutschland in Sicht. Der Juli war zwar bisher deutlich zu trocken, dafür gab es jedoch im Juni gut 25 Prozent mehr Regen als üblich, vom völlig durchnässten Mai möchte ich erst gar nicht sprechen.

Quelle: Wetterexpert Dominik Jung / Diplom-Meteorologe und Klimaexperte beim Wetterportal WETTER.NET (www.wetter.net)

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